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Zuger überraschen den Leader

Erstligist Zug 94 sorgt in Biel für einen Lichtblick. Das Team von Trainer Ergün Dogru holt ein 2:2.
Michael Wyss
Setzt sich durch: Zugs Torschütze Lum Thaqi (hier in der Partie gegen Muttenz). (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 17. August 2019)

Setzt sich durch: Zugs Torschütze Lum Thaqi (hier in der Partie gegen Muttenz). (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 17. August 2019)

«Wieso sollen wir in Biel keine Punkte holen? Es ist alles möglich, denn wir sind klar besser, als es die Tabelle zum Ausdruck bringt», zeigte sich Zug-94-Sportchef Dusan Ilic (35) unter der Woche zielstrebig und selbstsicher im Hinblick auf das Duell gegen Biel, einem Topteam.

Die Tabellenlage versprach jedoch nichts Gutes, denn es war das Aufeinandertreffen zwischen dem Leader Biel und dem Tabellenletzten Zug 94. Und nach vier Zuger Niederlagen in Serie war die Hoffnung klein, ausgerechnet bei Biel, einem Anwärter auf die Aufstiegsspiele, zu punkten. Doch siehe da. Zug 94 schaffte im besten Spiel dieser Saison ein 2:2-Unentschieden – Chapeau. Ein Befreiungsschlag und erstes Lebenszeichen nach den jüngsten Enttäuschungen.

«Es war eine feine Charakterleistung der Mannschaft. Sie zeigte eine grosse Moral», freute sich Trainer Ergün Dogru (46). Absolut, denn Zug 94 startete schlecht in das Duell. In der Bieler Tissot-Arena, vor der erfreulichen Kulisse von 500 Fans, lag das Schlusslicht der 1.-Liga-Gruppe 2 bereits nach acht Minuten durch Fréderic Tosato 0:1 in Rücklage. «Das war ein dummes Gegentor, welches nicht hätte passieren dürfen», ärgerte sich Zugs Mittelfeldspieler Diego Zoller (24) und ergänzt: «Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt ausgeglichen und wir duellierten uns auf Augenhöhe.» Doch Zug 94 kassierte in der 53. Minute das 0:2 durch Labinot Sheholli - erneut ein alles andere als zwingender Gegentreffer.

Mit Mut und Wille zum Achtungserfolg

Die Gäste liessen sich aber nicht beirren und zeigten viel Selbstvertrauen und starteten nach der Pause die Aufholjagd. «Nach dem 0:2 haben wir endlich mutig Fussball gespielt und wurden für unsere Arbeit und den grossen Willen, den wir an den Tag legten, belohnt. Das war eine starke Kollektivleistung», freute sich Zoller. Zug 94 schaffte dank den Treffern von Lum Thaqi (59.) und Fabian Simic (76.) doch noch den 2:2-Ausgleich in einem bereits verloren geglaubten Spiel. «Das war die bisher beste Leistung in dieser Saison», zeigt sich Ilic nach dem Punktgewinn emotional und erleichtert. Und Torschütze Simic (20) sagte: «In der ersten Halbzeit hatten wir Mühe, nach dem Seitenwechsel zeigten wir unser wahres Gesicht. Wir waren phasenweise das bessere Team zwei. Doch der Punkt ist verdient, damit können wir leben. Der gibt uns Aufschwung.»

Trotz dieses Achtungserfolges bleiben die Zuger nach dem 6. Spieltag mit 4 Punkten auf dem letzten Rang, aber sie schöpfen dank dem 2:2 neue Hoffnung. Mit diesem Erfolgserlebnis ist auch gegen die zuletzt nicht überzeugenden Solothurner (Samstag, 17 Uhr, Hertiallmend) etwas möglich. «Der Punkt in Biel fühlt sich wie ein Sieg an, der wird uns beflügeln. Wir gehen gestärkt ins nächste Duell», zeigte sich Ilic zuversichtlich. Und Verteidiger Julian Wüest (26): «Das war viel Balsam auf die Wunden und ein erster Schritt in die richtige Richtung. Dieses Remis war wichtig für eine positive Stimmung.»

Sollte der zweite Sieg im siebten Spiel folgen, hätte Zug 94 den Anschluss ans Mittelfeld geschafft.

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