ZUGER- UND ÄGERISEE: Hoher Ölpreis macht Schifffahrt zu schaffen

320 000 Franken Verlust machte die Zugersee-Schifffahrt im letzten Jahr. Trotz mehr Passagieren.

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Schiffe der Zugersee Schifffahrt in der Schützenmatt in Zug. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Schiffe der Zugersee Schifffahrt in der Schützenmatt in Zug. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

«Die höheren Preise beim Dieseltreibstoff liessen den Aufwand für Energie- und Verbrauchsstoffe um gut 40'000 Franken steigen.» Den Verwaltungsrats-präsidenten der Schifffahrtsgesellschaft auf dem Zugersee (SGZ), Christoph Straub, betrübt dies, und er gibt das für sie unerfreuliche Faktum im jüngsten Jahresbericht bekannt.

Keine Rückerstattung des Treibstoffzolls mehr
Ende des letzten Jahres erhielt Straub noch eine Hiobsbotschaft: Die eidgenössische Oberzolldirektion nahm rückwirkend auf Anfang 2006 den Gelegenheitsverkehr vom Personenbeförderungsregal so!aus. Damit erhielt die SGZ für Sonderfahrten keine Rückerstattung des Treibstoffzolls mehr und konnte das Gesuch, die Abgabe zurückzuerhalten, nur unter Vorbehalt einreichen.

Für Treibstoff und Energie musste die SGZ im Jahr 2007 gut 195'000 Franken ausgeben. Die Unterhaltsarbeiten an Steg und Schiffen erhöhten sich um 49'000 auf 152'000 Franken. Hauptgrund für diese Steigerung ist der Ausfall des Motorschiffs «Schwyz» im August 2007, der die SGZ rund 50 000 Franken kostete.

So kam es, dass die SGZ 2007 ein Defizit von 320'000 Franken einfuhr, das sind 125'000 Franken mehr als im Vorjahr. Und dies obwohl der Betriebsertrag um nahezu 200'000 auf 1,65 Millionen Franken stieg.

Die Flotte auf dem Ägerisee hat weniger Probleme
Der Ägerisee ist nicht so gross und hat kleinere Schiffe in seiner Flotte als der Zugersee. Verwaltungsratspräsident Gerhard Pfister bezeichnet im Jahresbericht das Jahr 2007 als «sehr erfolgreich».

Pfister beklagt den Spritpreis nicht ausdrücklich. Aber ein Defizit muss der Verwaltungsrat trotzdem vorlegen. Der Aufwand lag 2007 bei 380'000 Franken oder 35'000 Franken über dem Vorjahr, der Ertrag stieg um 22'000 auf 221'000 Franken. Und das ergibt ein Minus von 159'000 Franken.

Karl Etter

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.