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Zuger Unihockeyaner mit der maximalen Ausbeute

Zug United gewinnt dank starker Schlussdrittel die Partien gegen den UHC Waldkirch-St.Gallen 8:7 und UHC Uster 10:6.
Peter Rohner
Sorgt vor dem Tor von Waldkirch-St. Gallen für Unruhe: der Zuger Tim Mock (blaues Dress).Bild: Roger Zbinden (Zug, 28. September 2019)

Sorgt vor dem Tor von Waldkirch-St. Gallen für Unruhe: der Zuger Tim Mock (blaues Dress).Bild: Roger Zbinden (Zug, 28. September 2019)

19 Sekunden vor Schluss ging Zug United am Samstag im Heimspiel gegen den UHC Waldkirch-St.Gallen erstmals in Führung. Carl Kostov-Bredberg hatte von der Mittellinie abgezogen, Manuel Staub vor dem Tor Goalie Raphael Schmied die Sicht genommen und irgendwie flog der Ball am linken Pfosten vorbei ins Netz. Dabei hatte nach 40 Minuten noch relativ wenig auf ein Happy End für die Zentralschweizer hingedeutet. Waldkirch-St.Gallen trat mit dem Selbstvertrauen eines gelungenen Saisonstarts und als Leader in der Dreifachsporthalle der Kantonsschule Zug an. Und übertölpelte die Zuger gleich im ersten Einsatz: Michael Schiess auf Stefan Schiess – 0:1. Und die Gäste diktierten das Spielgeschehen weiterhin. Es brauchte nur ein Powerplay, um den Vorsprung zu verdoppeln: Rückkehrer Julian Alder traf mit einem platzierten Direktschuss – der erste seiner drei Treffer an diesem Abend. Weil Alex Larsson noch in der gleichen Minute seine Torpremiere im Dress der Zuger gelang, hielt sich der Schaden nach 20 Minuten in Grenzen.

War der Start ins erste Drittel missraten, galt dies noch mehr für den mittleren Abschnitt: In nur 66 Sekunden stellten Michael Schiess und Chris Eschbach auf 4:1 für die Gäste. Und den jeweiligen Anschlusstreffer der Zuger beantworteten die Ostschweizer im Powerplay. «Wir spielten nicht unser bestes Unihockey bis hierhin und die St.Galler waren im Powerplay sehr stark», bilanzierte Severin Nigg, der das zwischenzeitliche 2:4 erzielt hatte, die ersten beiden Drittel. Und Waldkirch-Topskorer Roman Mittelholzer, der ohne Torerfolg blieb, pflichtete bei: «Das 6:3 für uns widerspiegelte den Spielverlauf nicht.» Nicht weniger als viermal hatten die Zuger das mehr oder weniger leere Tor verfehlt.

Umstellungen vor dem Schlussdrittel

Trainer Nicklas Hedstål nahm für das Schlussdrittel einige Umstellungen vor und Zug agierte etwas aggressiver im Forechecking. Und mit dem 4:6 durch Andreas Dahlqvist kam wieder Hoffnung auf; die Ostschweizer sahen sich zunehmend in der eigenen Zone eingeschnürt. Fabian Arvidsson versuchte, mit einem Time-out dem Team neue Inputs zu geben und den Rhythmus des Gegners zu brechen. Ohne Erfolg: 40 Sekunden nach dem Time-out traf Daniel Uhr zum 5:6. Und wiederum nur 58 Sekunden später folgte für St.Gallen der Knackpunkt: Ball und Kostov-Bredberg landeten gleichzeitig im Tor, das auch noch verschoben wurde. Die Schiedsrichter gaben den Treffer und es folgten längere Diskussionen. «Wir haben in dieser Situation den Faden etwas verloren», bekannte Mittelholzer nach dem Spiel.

Wohl gelang den Gästen noch einmal der Führungstreffer, doch hatte Nigg 31 Sekunden später die Antwort mit dem erneuten Ausgleich. «Wir haben nie aufgegeben und bewiesen eine starke Moral», so der 18-jährige Doppeltorschütze. «Es war umgekehrt wie im Startspiel gegen die Tigers.» Damals hatten die Zuger im Schlussdrittel einen 5:1-Vorsprung aus der Hand gegeben und standen ohne Punkteausbeute da. Diesmal behielten sie dank Kostov-Bredbergs Schuss 19 Sekunden vor Schluss die volle Punktezahl in Zug.

Torflut im Mitteldrittel gegen Uster

Wie gegen Waldkirch-St.Gallen verpasste Zug auch den Start gegen den UHC Uster – und wie schon am Vortag wurde es nur mässig bestraft. Die Zürcher Oberländer nutzten ihre Überlegenheit im ersten Drittel nur zu zwei Toren und dank dem Treffer von Andreas Dahlqvist hielt sich der Schaden aus Zuger Sicht sogar in sehr überschaubarem Rahmen. Dafür wurde das Mitteldrittel zu einer Art «Ketchup-Erfahrung»: Beide Teams begannen eher zurückhaltend. Uster reagierte nach Emil Julkunens Ausgleich mit der neuerlichen Führung durch Romano Schubiger, der schon das 1:0 erzielt hatte.

Nach Spielhälfte fielen die Tore dann fast so unkontrolliert und auf alle Seiten, wie eben das Ketchup aus der Flasche spritzt, wenn man sie lange genug bearbeitet. Sieben Tore in nur acht Minuten und schön abwechslungsweise. Den jeweiligen Ausgleich von Zug beantwortete Uster prompt und ging wieder in Führung: Mock, Berweger, Mock, Stäubli, Fiechter, Bolliger, Julkunen hiessen die Torschützen. Nach dem Treffer des Schweden 27 Sekunden vor der zweiten Sirene unterbrach die Pause das muntere Hin und Her.

Im letzten Drittel stellte Zug leicht um, spielte aber immer noch mit drei Linien, derweil Uster schon zum Ende des zweiten Spielabschnitts seine Kräfte konzentriert hatte. Der Plan ging für Zug auf: Severin Nigg brachte die Gäste erstmals in Führung und nur 23 Sekunden später erhöhte Dahlqvist. Erstmals führte ein Team mit zwei Toren Unterschied. Uster war wohl bemüht, fand aber keinen Weg mehr vorbei an Petter Nilsson, der in der 35. Minuten Daniel Mück nach dem 5:4 für Uster ersetzt hatte. Vielmehr war Joshua Schelbert fünf Minuten vor Schluss mit dem 9:6 für die Entscheidung besorgt. Jede Linie hatte im dritten Drittel getroffen und so für die Differenz gesorgt. «Es lief wie schon am Samstag vor allem über den Willen», fand Routinier Thomas Grüter. Es sei ein ziemliches Hin und Her gewesen. «Wir hatten am Ende mehr Schnauf.»

Unihockey, NLA
Zug United – Waldkirch-St.Gallen 8:7 (1:2, 2:4, 5:1)

Dreifachsporthalle Kantonsschule Zug, Zug. – 135 Zuschauer. – SR Schuler/Sprecher.
Tore: 2. Stefan Schiess (Michael Schiess) 0:1. 18. (17:09) Alder (Chris Eschbach/Ausschluss Julkunen) 0:2. 18. (17:51) Larsson (Staub) 1:2. 21. (20:40) Michael Schiess (Stefan Schiess) 1:3. 22. (21:06) Chris Eschbach (Zellweger) 1:4. 26. Nigg (Nilsson!) 2:4. 35. Chris Eschbach (Michael Schiess/Ausschluss Bachmann) 2:5. 37. Furger (Rubi) 3:5. 40. (39:46) Alder (Michael Schiess/Ausschluss Daniel Uhr) 3:6. 45. Dahlqvist (Kostov-Bredberg) 4:6. 52. (51:10) Daniel Uhr (Mock) 5:6. 53. (52:08) Dahlqvist (Julkunen) 6:6. 56. (55:31) Alder (Chris Eschbach) 6:7. 57. (56:02) Nigg (Daniel Uhr) 7:7. 60. (59:41) Kostov-Bredberg (Dahlqvist) 8:7. Strafen: 3 mal 2 Minuten gegen Zug United. keine Strafen gegen Waldkirch-St.Gallen. Zug United: Nilsson; Menon, Kostov-Bredberg; Staub, Yannick Schelbert; Adrian Uhr, Furger; Tobias Flütsch; Julkunen, Nigg, Mock; Daniel Uhr, Larsson, Dahlqvist; Rubi, Bachmann, Laely; Joshua Schelbert, Grüter, Fiechter. Waldkirch-St.Gallen: Schmied; Jeanot Eschbach, Stefan Schiess; Meier, Holenstein; Thomas Mittelholzer, Joel Conzett; Michael Schiess, Jordan, Roman Mittelholzer; Chris Eschbach, Zellweger, Chiplunkar; Gross, Bamert, Alder. Bemerkungen: Zug ohne Mück (Ersatzgoalie), Peter Flütsch (verletzt), D’Oto, Reto Flütsch und Niederberger (Einsatz mit Zuger Highlands). 51. Timeout Waldkirch-St.Gallen.
UHC Uster – Zug United 6:10 (2:1, 4:5, 0:4)
Buchholz, Uster. – 311 Zuschauer. – SR Leholk/Pauli (Dä).
Tore: 4. Schubiger (Klauenbösch) 1:0. 12. Klauenbösch (Juhola/Ausschluss Mock) 2:0. 13. Dahlqvist (Staub) 2:1. 24. Julkunen (Kostov-Bredberg) 2:2. 28. Schubiger (Klauenbösch) 3:2. 32. (31:33) Mock 3:3. 33. (32:10) Berweger 4:3. 35. (34:01) Mock (Kostov-Bredberg) 4:4. 35. (34:51) Stäubli (Heierli) 5:4. 36. (35:38) Fiechter (Joshua Schelbert) 5:5. 39. (38:39) Bolliger (Beerli) 6:5. 40. (39:33) Julkunen (Kostov-Bredberg) 6:6. 43. (42:46) Nigg (Mock) 6:7. 44. (43:09) Dahlqvist (Kostov-Bredberg) 6:8. 55. Joshua Schelbert (Grüter) 6:9. 59. Nigg (Julkunen) 6:10 (ins leere Tor). Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen UHC Uster. 2 mal 2 Minuten gegen Zug United. UHC Uster: Brütsch; Klauenbösch, Heierli; Steiger, Bolliger; Gallati, Zimmermann; Stäubli, Schubiger, Berweger; Suter, Beerli, Juhola; Urner, Kanebjörk, Kulmala. Zug United: Mück (ab 35. Nilsson); Menon, Kostov-Bredberg; Staub, Furger; Tobias Flütsch, Adrian Uhr; Yannick Schelbert; Julkunen, Nigg, Mock; D’Oto, Larsson, Dahlqvist; Joshua Schelbert, Grüter, Fiechter; Daniel Uhr, Rubi, Laely; Reto Flütsch. Bemerkungen: Zug ohne Peter Flütsch (verletzt), Bachmann, Niederberger und Nils Schälin. 59. Time-out Uster, anschliessend ohne Goalie.

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