Zuger Vereine
Bouchboura ist der Mann für neue Streckenrekorde

Der marokkanische Halbmarathon-Läufer Kamal Bouchboura startete erstmals zur Zugerberg Finanz Trophy.

Für die Zugerberg Finanz Trophy:
Sara Hübscher
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Halbmarathon-Spezialist Kamal Bouchboura auf seiner ersten Runde der Zugerberg Finanz Trophy.

Halbmarathon-Spezialist Kamal Bouchboura auf seiner ersten Runde der Zugerberg Finanz Trophy.

Bild: PD

Kamal Bouchboura träumt von Olympia. Dieses Jahr wird es nichts, aber in drei Jahren möchte er für Marokko am Start stehen. Mitte März stand er das erste Mal am Start der Zugerberg Finanz Trophy.

Eigentlich würde der 31-jährige Kamal Bouchboura gern in einer Gruppe trainieren. Nur findet er keine mit Läufern, die so schnell unterwegs sind, wie er. «Ich war einmal im Training der Laufgruppe Cham, musste dann aber feststellen, dass das nicht passt», erzählt Bouchboura. Nun trainiere er wieder allein, allerdings nach dem Trainingsplan von Patricia Morceli, der Leiterin der Laufgruppe Cham. Sein nächstes Ziel: den Halbmarathon zwei Minuten schneller, nämlich in 63 Minuten, zu laufen. Seine Bestzeit über 10 Kilometer liegt bei 30 Minuten.

Mit 16 das Laufen entdeckt

Zweimal pro Tag trainiert Bouchboura und kommt so auf rund 175 Kilometer pro Woche. Gleichzeitig absolviert er beim Roten Kreuz in Baar eine Ausbildung zum Hilfspfleger. Mit 16 Jahren hat Kamal Bouchboura das Laufen für sich entdeckt. «Dieser Sport ist in Marokko beliebt. Die Trainingsbedingungen sind entsprechend gut.» Seit fünf Jahren lebt Bouchboura in der Schweiz. «Wegen des Sports und wegen der Liebe», wie er schmunzelnd erzählt. Das Leben in der Schweiz gefällt ihm. In Marokko hatte er als Reise­leiter gearbeitet und darum schon Deutsch gesprochen, als er hierherkam. Mit Kenntnissen in Englisch, Französisch, Arabisch und einer berberischen Sprache ist für ihn die Verständigung kein Problem.

Das Rätsel um die Läufer mit den weissen Zetteln

Die meisten seiner Trainings­kilometer spult Kamal Bouchboura im Steinhauser Wald ab. Das Gelände ist ihm also bestens bekannt, die Trophy ist ihm neu. Jetzt wisse er auch, warum ihm des Öfteren Läufer entgegen­kamen, die einen weissen Zettel in der Hand hatten. «Das war dann wohl deren Stempelkarte!» Beim Studieren der aktuellen Streckenrekorde meinte der ambitionierte Läufer: «Ja, da müsste eine neue Bestzeit drinliegen.» Wir sind gespannt.

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