ZUGER WALD: Pauschalbeiträge für kantonale Waldpflege

Die neue Praxis des Bundes für Subventionen im Rahmen der Neugestaltung des Finanzausgleichs erleichtert mit den Vierjahresprogrammen die Administration rund um Projekte für den Zuger Wald.

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Interessierte besichtigen einen schwierigen Holzschlags im Bergwald bei Naas in Unterägeri. Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ

Interessierte besichtigen einen schwierigen Holzschlags im Bergwald bei Naas in Unterägeri. Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ

Bisher hat der Bund dem Kanton jährlich Subventionen für verschiedene Aufgaben in den Bereichen Waldpflege, Walderschliessung und Schutzbauten bezahlt. Damit erhielt eine Vielzahl von Einzelprojekten kostenabhängige Beiträge. Der Verwaltungsaufwand war gross. Die neuen Vierjahresprogramme für die Bereiche Biodiversität, Schutzbauten, Schutzwald und Waldwirtschaft bringen der Direktion des Innern administrativ eine Erleichterung, wie dieses selbst mitteilt.

Pauschalbeiträge für Leistungen
Die Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) verlangt neue Zusammenarbeits- und Finanzierungsformen. Der Bund stellt seine Praxis für Subventionen um. Neu werden alle vier Jahre zwischen dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und dem Kanton Zug, vertreten durch die Direktion des Innern, Programmziele erarbeitet und festgelegt. Im Rahmen von Programmvereinbarungen leistet der Bund Globalbeiträge.

Die Zahlungen der Bundesbeiträge erfolgen jährlich in zwei Tranchen und sind an den termingerechten Eingang und die Vollständigkeit der Jahresberichte geknüpft. Die gesamte Umsetzung der Projekte ist an Erfüllungskontrollen, Programmbegleitung und Finanzaufsicht vom BAFU gekoppelt.

Kanton Zug
Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard: «Die Direktion des Innern und das Kantonsforstamt haben während der vergangenen Monate intensiv mit dem BAFU verhandelt. Als Resultat dieser erfolgreichen Verhandlungen haben wir diese Woche die Programmvereinbarungen unterzeichnet.»

Die Subventionen werden für eine Dauer von vier Jahren durch Programmziele vereinbart. Im Zentrum steht neu die erwünschte Leistung einer Massnahme, schreibt die Direktion des Innern. Für den gesamten kantonalen Schutzwald gibt es neu zum Beispiel nur noch eine Programmvereinbarung. Das Kantonsforstamt wird seine Abläufe innerhalb des Kantons beibehalten. Konkret heisst das zum Beispiel, wenn eine Korporation den Schutzwald pflegt, werden Details wie Geländeneigung, Schwierigkeit der Arbeiten bei den Subventionen berücksichtigt. So kann weiter eine nachhaltige Erfüllung der einzelnen Aufgaben gewährleistet werden.

kst