Zuger wollen bis 2020 Erdwärme anzapfen

Für Geothermie legt sich ein neu gegründeter Zuger Verein ins Zeug. Er will Investoren, Politik und Know-how zusammenbringen.

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Der Präsident der Vereins, Gerhard Pfiter (links) und Vizepräsident Thomas Aeschi. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der Präsident der Vereins, Gerhard Pfiter (links) und Vizepräsident Thomas Aeschi. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

In Zug ist gestern der Verein Geothermische Kraftwerke Schweiz – Zug (VGKS ZG) gegründet worden, eine Sektion des schweizerischen Dachvereins. Präsident und Vizepräsident sind die beiden Nationalräte Gerhard Pfister und Thomas Aeschi. Ziel des Vereins ist gemäss eigenen Angaben die Realisation eines geothermischen Kraftwerks im Kanton bis ins Jahr 2020. Darum geht es aber nach den Worten von Gerhard Pfister nur vordergründig. In erster Linie will man Vernetzungsarbeit leisten, um der Geothermie mehr Gewicht zu verleihen. Fachleute, Interessenorganisationen, Politik und Investoren sollen zusammengebracht werden. Selber will der Verein nicht zum Kraftwerkbetreiber werden. Ausschlaggebend für die Gründung des Vereins ist gemäss Pfister, dass man nicht darum herumkomme, die dereinst fehlende Atomkraft zu ersetzen.

Grosses Potenzial

Gemäss Mark Eberhard, Präsident des Dachvereins, hat die Erdwärme aus grosser Tiefe das Potenzial, eine wichtige Rolle in der zukünftigen Energieversorgung zu spielen. Die Schichten, die für die Sonden privater Wärmepumpen unerreichbar sind, können einen permanenten Fluss an heissem Wasser liefern, der für die Stromerzeugung und zugleich für Fernwärmenetze eingesetzt werden kann. Die Technologie hat aber auch Risiken: In Basel hat 2006 eine Bohrung zu kleineren Erdstössen geführt.

Christian Volken

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