Zuger zählen Eidechsen

Wenn Zugerinnen und Zuger demnächst eine Blindschleiche, eine Eidechse oder eine Ringelnatter sichten, sollten sie dies dem Kanton melden. Dieser hat nämlich ein Projekt gestartet, in dem Reptilien die Hauptrolle spielen.

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Bild einer Waldeidechse (Zootoca Vivipara). (Bild: PD)

Bild einer Waldeidechse (Zootoca Vivipara). (Bild: PD)

Zwar sind Reptilien schweizweit geschützt. Dennoch gehen die Bestände vieler Arten zurück. Dabei seien diese Tiere gute Indikatoren für die Qualität von Natur- und Grünräumen, schreibt die Baudirektion in einer Mitteilung vom Mittwoch. Der Kanton Zug will nun herausfinden, wie es den Reptilien im Kanton geht. Dazu benötigt er die Mitarbeit der Bevölkerung.

Grundsätzlich gibt es im Kanton für Reptilien vielfältige Lebensräume wie Moore, extensive Wiesen, Bahnböschungen und dergleichen. Dem entgegen steht aber die Ausdehnung der Siedlungsgebiete. Diese «Zielkonflikte» habe der Regierungsrat erkannt und das Legislaturziel «Vielfältige und vernetzte Zuger Landschaft» festgelegt. Das direktionsübergreifende Projekt ist abgestimmt auf die Biodiversitätsstrategie, die der Bund am 25. April 2012 beschlossen hat.

Das Projekt ist auf vier Jahre (2012-2015) angelegt. In der ersten Etappe, 2012/13 erfolgt eine Bestandesaufnahme. Dazu ist die Mithilfe der Bevölkerung gefragt. Fachleute analysieren anschliessend die Ergebnisse. Darauf basierend werden Aufwertungsmassnahmen zu Gunsten der Reptilien definiert und die Umsetzung an die Hand genommen.

sda

Hinweis:
Wer eine Eidechse, Schlange oder Schildkröte gesehen hat, sollte sich hier beim Kanton Zug melden und Fundstelle, Art, Zeit und allenfalls ein Foto hochladen. Die Daten werden vertraulich behandelt.