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ZUGERBERG: Ansturm trotz Fahrverbot

Rund 400 Besucher hat das öffentliche Pilzrisotto des Vereins für Pilzkunde Zug und Umgebung am Sonntag auf den Berg gelockt. Speziell auch Junge.
Charly Keiser
Die jährliche Pilzausstellung beim Horbach auf dem Zugerberg ist bei den Besuchern beliebt. (Bild: Charly Keiser (24. September 2017))

Die jährliche Pilzausstellung beim Horbach auf dem Zugerberg ist bei den Besuchern beliebt. (Bild: Charly Keiser (24. September 2017))

Letzten Sonntag, 12.30 Uhr: Festbankgarnitur steht neben Festbankgarnitur. Auf der Wiese unter der Hütte des Vereins für Pilzkunde Zug und Umgebung, die oberhalb des Horbachs auf dem Zugerberg am Waldrand steht, sitzen rund 200 Leute an den Tischen. Bis 16 Uhr wird der Verein bei seinem öffentlichen Pilz-Risotto fast 400 Portionen auf die Teller geschaufelt haben.

Der Ansturm ist umso bemerkenswerter, als die Besucher zu Fuss oder mit dem Velo zum Horbach kommen mussten. «Wir hatten im letzten Jahr nur 300 Portionen kalkuliert und diese, plus auch noch die der Helfer, verkauft», erzählt alt Vereinspräsident Ruedi Greber, der am Getränkestand Dienst tut. Das jährliche Pilzrisotto werde seit rund 40 Jahren durchgeführt und sei die grösste Einnahmequelle des Vereins. «Nur dank dieses Anlasses können wir den Mitgliederbeitrag bei 50 Franken belassen.» Denn alleine 30 Franken gingen an den eidgenössischen Verband.

Einstige Umkleidekabine des SC Zug

Die schmucke Vereinshütte war einst die Umkleidekabine des SC Zug. Das Land, auf dem sie steht, gehört Bauer Jakob Leuenberger vom Oberhorbach, und der Verein zahlt einen jährlichen Zins. «Wenn der Vertrag dereinst beendet wird, müssen wir die Hütte abreissen, erklärt Greber, der sein Amt vor drei Jahren an Kasimir Meir abgetreten hat.

Meir geht erst seit fünf Jahren «in die Pilze». Am liebsten hat er gebratene Steinpilze «nur mit Brot». Noch kenne er nur vier bis fünf Pilzsorten, bekennt der Stadtzuger, dem in erster Linie die tolle Kameradschaft im Verein gefällt.

Meirs Co-Präsidentin ist Ruth Bucher. Sie sei schon mit den Eltern Pilze sammeln gewesen, sagt sie und ergänzt. «Dann war ich rund 35 Jahre meist in grossen Städten im Ausland, und erst seit meiner Rückkehr in die Schweiz bin ich wieder zum Pilzen gekommen.» Seit zehn Jahren ist Bucher im Verein für Pilzkunde Zug und Umgebung und seit sechs Jahren Co-Präsidentin. Ihre Lieblingspilze seien der März-Schneckling und die Krause Glucke, sagt die Oberägerin. «Und ich geniesse beide am liebsten zusammen mit einer Weissweinrahmsauce.

In der Vereinshütte ist von Mai bis Ende September an den Wochenenden ein Hüttenwart, und so ist diese auch offen für Gäste. «Wir haben trotz Fahrverbot viele Laufkunden und vor allem Biker», verrät Greber. Rund 80 Prozent der Pilz-Risotto-Gäste seien Stammkunden, sagt er. In den letzten Jahren geniessen auch immer mehr Junge das Pilz-risotto mit den rund 10 bis 12 verschiedenen Pilzsorten. «Die Pilze fürs nächste Jahr sind schon in der Gefriertruhe», sagt Greber und sagt: «Dann hoffentlich bis zum nächsten Jahr.»

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Hinweis

www.pilzvereinzug.ch

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