ZUGERBERG-CLASSIC: Hunderte bezwingen den Zugerberg

Zum 18. Mal erklimmen am Sonntag Biker und Läufer den Hausberg. Die besten Athleten können sich früh absetzen.

Jan Heldstab
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Vom Burgbachplatz aus sind über 300 Läufer und Biker Richtung Zugerberg gestartet. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue LZ)

Vom Burgbachplatz aus sind über 300 Läufer und Biker Richtung Zugerberg gestartet. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue LZ)

Um Punkt 9.20 Uhr klopft Ehrenstarter Gregory Rast mit ganzer Muskelkraft die «Servierplatten» aneinander und schickt alle versammelten Läuferinnen und Läufer, die den ganzen Burgbachplatz bedeckten, mit einem hellen Klang auf die Besteigung des Zugerbergs.

Beeindruckt zeigt sich Radsportler Rast, als Daniel Lustenberger mit einer Zeit von 26:40 scheinbar leichtfüssig über die steile Schlittelpiste emporrennt und einen weiteren Berglauf gewinnt. Seine Gegner deklassierte er dabei um fast zwei Minuten und mehr.

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Das Ziel war ganz klar der Sieg

Beinahe ohne Konkurrenz unterwegs ist auch der Sieger der Biker, Sebastian Ostertag. Der Fahrer in den Farben des Velo-Clubs Wädenswil nutzt die Zugerberg-Classic als «ausgezeichnetes Trainingsrennen», das er jedoch unbedingt gewinnen will: «Ich habe versucht, so schnell wie möglich zu fahren, denn das Ziel war ganz klar der Sieg.» Mit 1:06:19 Stunden distanzierte er denn auch Vorjahressieger Ueli Schädler um über zwei Minuten.

Gemütlicher nehmen es die zahlreichen Hobbyfahrer unter den über 300 Teilnehmern, für die der Spass im Vordergrund steht und das tolle Wetter und die die angenehme Atmosphäre rund um den Anlass geniessen. Sarah Conradt, erfolgreiche Dritte in der Damenkategorie, zählt sich zu den langjährigen Teilnehmern der «Classics» und freut sich auch in diesem Jahr auf den Start. «Es ist einfach immer lässig, am Start zu stehen und auf den Berg zu fahren», meint sie mit einem breiten Grinsen. Franz Seefried, normalerweise auf der Strasse unterwegs, nutzt den Volksanlass vor der Türe, um sein erstes Bikerennen zu fahren. «Gut organisiert, eine schöne Strecke. Ich bin im kommenden Jahr wieder dabei», ist auch der Amateursportler zufrieden und schwingt sich nach der Siegerehrung auf sein Rad, um den schönen Nachmittag an der Sonne zu verbringen. Bis zuletzt in der Festwirtschaft bleibt Turi Dahinden, der sich für die kommende Ausgabe ein niedrigeres Startgeld wünschte und dabei mit einem Augenzwinkern anfügte: «Damit sich die schnellen Sportler noch ein zweites Bier im Ziel gönnen können.»

Peter Zürcher, OK-Präsident der Zugerberg-Classic, hat sich im Vorfeld vor allem das schöne Wetter gewünscht. «Mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen», meint er mit leuchtenden Augen. «Ein Kompliment an alle Helferinnen und Helfer. Mein Job heute war so einfach, da alle genau wussten, was zu tun war. So stellt man sich einen erfolgreichen Anlass vor.» Auch Wettkampfleiter Patrick Theiler und Streckenchef Jascha Hager stimmen diesem Fazit bei. «Der grösste Schreckmoment war noch, als uns vor dem Start die 4-km-Tafel des Berglaufs gefehlt hat.» Als schönste Geschichte des Tages fügt Zürcher die Geste eines Bikers an, der ihm nach der Siegerehrung sein Preisgeld für einen guten Zweck ausgehändigt hat – einfach weil ihm das Rennen und das Ambiente so gut gefallen haben. «So was habe ich wirklich nicht erwartet», freut sich Peter Zürcher.

Als einziger Schönheitsfehler in Erinnerung bleiben wird, wenn überhaupt, der «Startschuss». «Ich hätte natürlich schon gerne mit der Pistole geschossen», meint der Ehrenstarter Grégory Rast, «aber es hat ja auch mit dem Ersatzmaterial gut geklappt.»

Hinweis
Weitere Informationen und Ranglisten zur Zugerberg-Classic unter www.zugerberg-classic.ch