ZUGERBERG: In Ägeri fehlen die Abfallkübel

Der städtische Werkhof räumt auf dem Zugerberg auf. Im Unterägerer Berggebiet aber fühlt sich noch niemand zuständig.

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Ernst Merz, der Initiant der Rossberg-Putzete, wirft eine PET-Flasche in den Abfallkübel beim Kinderspielplatz Schäftboden auf dem Zugerberg. (Bild Charly Keiser/Neue LZ)

Ernst Merz, der Initiant der Rossberg-Putzete, wirft eine PET-Flasche in den Abfallkübel beim Kinderspielplatz Schäftboden auf dem Zugerberg. (Bild Charly Keiser/Neue LZ)

«Es gibt nicht nur einmal im Jahr Heinzelmännchen auf dem Zugerberg, wenn der SAC die Rossberg-Putzete durchführt», sagt die Sachbearbeiterin des Sekretariats des Zuger Werkhofs, Yvonne von Arx. «Wir gehen jeden Freitag, und wenn die grosse Völkerwanderung stattfindet, noch einmal zusätzlich pro Woche», bestätigt der Stellvertretende Leiter des Werkhofs, Hans Schlegel, die Leerung der Abfallkübel.

Sie würden bis zum Buschenkappeli gehen, das ja bekanntlich zur Gemeinde Walchwil gehöre. Das hätten sie mit den Walchwilern so abgemacht, da diese sonst extra auf den Berg fahren müssten. «Für die Instandstellung sind sie dann allerdings selber verantwortlich», fügt Schlegel an.

Doch nicht nur die Tonnen werden geleert. Viel mehr unterhalten die Leute des Werkhofs auch die Feuerstellen und räumen deren Umgebung auf. «Das machen wir von uns aus», sagt Schlegel. Der Zugerberg sei ein Naherholungsgebiet, das eine entsprechende Beachtung verdiene. «Wir arbeiten sehr gut zusammen», lobt Daniel Schwerzmann, der Zuger Korporationsschreiber, die Einwohnergemeinde Zug und im Speziellen die Leute des Werkhofs.

«Ein Silberstreifen am Horizont»
So weit ist man aber in Unterägeri noch nicht: «Wir sind der Grundeigentümer, werden aber nicht dafür entschädigt, dass wir das Naherholungsgebiet zur Verfügung stellen», erklärt der Unterägerer Korporationsschreiber Thomas Hess. Sie hätten 1000 Hektaren Wald und 500 Hektaren Land, das sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen würden. Aber sie seien Steuerzahler und bekämen kein Geld aus dem Zuger Finanzausgleich (ZFA). Und dies im Gegensatz zur Einwohnergemeinde.

«Es gibt aber einen Silbersteifen am Horizont», beginnt Hess die Erklärung der guten Nachricht. Sie, die Gemeinde, und sogar die Sattler Oberallmig seien unter der Federführung des Amts für Raumplanung in einer Arbeitsgruppe. «Wir sind zwar erst bei den Grundsatzverhandlungen», so der Unterägerer Gemeinderat Josef Ribary, «aber es wird wohl schon gut gehen.»

Charly Keiser

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.