Zugerinnen beweisen Nervenstärke

Gegen den Tabellennachbarn Aergera Giffers gewinnt Zug United 7:6 nach Penaltys. Damit halten sie die Fribourgerinnen im Kampf um die Playoffränge auf Distanz. Dies, obwohl der Start völlig missraten ist.

Fabienne Riner
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Freude bei Zugs Olivia Herzog, Tara Meyer und Anja Krummenacher (von links). (Bild: Roger Zbinden, Rotkreuz, 6. Oktober 2018)

Freude bei Zugs Olivia Herzog, Tara Meyer und Anja Krummenacher (von links). (Bild: Roger Zbinden, Rotkreuz, 6. Oktober 2018)

Der Start in Giffers gelang den Zugerinnen nicht wie gewünscht. In der 11. Minute waren sie bereits mit 0:3 in Rückstand. «Wir waren uns wohl keine lange Carfahrt gewohnt. Der Fokus war in den ersten Minuten nicht auf dem Feld», versuchte die Stürmerin Sabrina Bösch die Startminuten zu erklären. Ramona Bichsels Anschlusstreffer zum 1:3 brachte die Hoffnung ins Zuger Lager zurück.

Das United-Trainerduo Kihm/Jakob war bemüht, das Team in der Pause zu wecken und formierte die Blöcke neu. Dies zeigte Wirkung: Die Vornamensvetterinnen Bösch (zweimal) und Ott trafen in der Folge. Da in dieser Zeit auch Giffers ein Tor erzielen konnte, startete das Spiel in der 35. Minute wieder bei null – 4:4. Zug war zurück in der Partie. Kurz vor Ende des Mitteldrittels erhielt Giffers einen Penalty zugesprochen. Die spätere Bestplayerin Müller im Zuger Tor parierte den Versuch aber souverän.

Kurz sah es nach drei Punkten aus

Im letzten Drittel blieb das Spiel spannend. Zug konnte kurz nach dem Start durch Noga erstmals in diesem Spiel vorlegen und hatte das Spielgeschehen über weite Strecken im Griff. Für die letzten Minuten ersetzte Aergera Giffers die Torhüterin durch eine zusätzliche Feldspielerin und schenkte dem Gastteam nach einem Fehlpass prompt ein weiteres Tor zum 6:4. In den verbleibenden drei Spielminuten spielte das Heimteam dann aber konsequent. Ganz und Gross glichen den Match bis 17 Sekunden vor Schluss wieder aus. So mussten die beiden Teams zur Verlängerung und anschliessend zum Penaltyschiessen antreten. Zug behielt die Nerven: Noga, Tvrznikova und Ott waren mit ihren Versuchen erfolgreich, während sich die starke Torhüterin Müller nur einmal düpieren liess. So krallten sich die Zugerinnen den wichtigen Zusatzpunkt. «Wir können stolz sein, dass wir den Kopf nicht hängen gelassen haben und das verschlafene erste Drittel bereits im zweiten Drittel wettmachen konnten. Wir glaubten bis zum letzten Penalty an den Sieg. Der Wille brachte uns am Schluss die zwei Punkte ein. Diese Erfahrung müssen wir in die kommenden Spiele mitnehmen», resümierte die Doppeltorschützin Sabrina Bösch.

Die Zugerinnen sind Tabellensiebte und haben nun fünf Zähler Vorsprung auf das neuntplatzierte Giffers.

Aergera Giffers - Zug 6:7 n. P. (3:1, 1:3, 2:2)

Sporthalle Giffers-Tentlingen. – 118 Zuschauer. – SR Lehmann/Manser. – Tore: 5. Dazio (Bertolotti) 1:0. 9. Walther (Jungo) 2:0. 10. Walther (Jungo) 3:0. 15. Ra. Bichsel (Gemperle) 3:1. 26. Bösch (Riner) 3:2. 29. Ganz (Gross) 4:2. 30. Bösch (Riner) 4:3. 35. Ott (Kistler) 4:4. 43. Noga (Tvrznikova) 4:5. 58. Eigentor Giffers 4:6. 58. Ganz (Walther) 5:6. 60. Gross (Walther) 6:6. – Penaltyschiessen: Noga trifft (0:1), Ganz und Bösch verschiessen, Walther trifft (1:1), Tvrznikova trifft (1:2), Bertolotti, Ro. Bichsel und Dazio verschiessen, Ott trifft (1:3).