ZUG/LUZERN: Übernahmepoker um Victoria Jungfrau Collection

Wie vor Weihnachten angekündigt hat die Swiss Private Hotel AG der Familie Manz mit Sitz in Zug am Montag ihr Kaufangebot für die Luxushotels der Victoria Jungfrau Collection veröffentlicht. Die Angebotsfrist dauert vom 17. bis 30. Januar, wie aus der Publikation hervorgeht.

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Das Hotel Palace in Luzern. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Das Hotel Palace in Luzern. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Gleichzeitig hat auch die bisher hauptsächlich in Privatkliniken engagierte Aevis-Gruppe ihr Kaufangebot für die Hotelgruppe verlängern müssen. Dies ist von Gesetzes wegen erforderlich und von der Übernahmekommission angeordnet, wie aus dem Inserat von Aevis hervorgeht.

Aevis hat im Übernahmepoker um die Hotelgruppe, die aus dem namengebenden Victoria-Jungfrau in Interlaken BE, dem Bellevue Palace in Bern, dem Palace in Luzern und dem Eden au Lac in Zürich besteht, aber die schlechteren Karten. Ihr Angebot liegt mit 250 Fr. pro Aktien deutlich tiefer als jenes der Swiss Private Hotel AG, die 277 Fr. zu zahlen bereit ist.

Allerdings hat die Swiss Private Hotel AG mit zwei Drittel angedienter Aktien eine höhere Hürde gesetzt, ab der das Kaufangebot zu greifen beginnt. Aevis wäre schon zum Kauf bereit, wenn ihr 51 Prozent der Victoria-Jungfrau-Collection-Aktien angedient würden.

Ob auch der chinesische Investor Yunfeng Gao noch in den Übernahmekampf um die Luxushotels einsteigt, ist derzeit unklar. Dass Gao an einem Kauf interessiert wäre, war Anfang Dezember bekannt geworden. Ein Übernahmeangebot von dieser Seite ist bis anhin aber nicht veröffentlicht worden.

sda