ZUG/NEUÄGERI: 657 Unterschriften für einen Kreisel

Eine Gruppe von Petenten macht sich für ein neues Verkehrsregime beim Knoten Schmittli stark. Auch mehrere Lokalpolitiker haben unterschrieben.

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Die Petenten überreichen die Unterschriften Laurent Fankhauser von der Staatskanzlei (Mitte). (Bild: Maria Schmid (Zug, 24. Februar 2017))

Die Petenten überreichen die Unterschriften Laurent Fankhauser von der Staatskanzlei (Mitte). (Bild: Maria Schmid (Zug, 24. Februar 2017))

Beim Knoten Schmittli auf halbem Weg von Zug nach Ägeri kommen mehrere Strassen zusammen: die Allenwindenstrasse von und nach Allenwinden und die Cholrainstrasse von und nach Edlibach. Auch die Strasse zur Brunegg ist an die Kreuzung angeschlossen. Wer von einer der drei Nebenstrassen auf die Kantonsstrasse abbiegen will, braucht also Nerven.

Weil die Situation auf der Kreuzung gefährlich und unübersichtlich sei, hat eine Gruppe von Anwohnern um Christian H. Hildebrand im letzten Herbst damit begonnen, Unterschriften zu sammeln. Und zwar für einen Kreisel an besagter Stelle. Die Petenten sind überzeugt, dass ein Kreisel die Situation beim Schmittli beruhigen und das Unfallrisiko mindern würde. Insgesamt 657 Unterschriften sind inzwischen zusammengekommen, auch mehrere Lokalpolitiker haben unterschrieben – unter anderem Andreas Lustenberger (Kantonsrat Alternative-die Grünen, Baar), Oliver Wandfluh (Kantonsrat SVP, Baar), Beat Iten (Kantonsrat und Gemeinderat SP, Unterägeri) sowie Pirmin Andermatt (Kantonsrat und Gemeinderat CVP, Baar). Gestern Vormittag haben die Petenten die Unterschriften an Laurent Fankhauser von der Zuger Staatskanzlei übergeben. «Wir haben sehr viel Zuspruch erhalten. Die Unterschriften sind ein starkes Zeichen», sagt Mitinitiant Hildebrand. Insbesondere im Februar sei die Unterschriftensammlung «richtig ins Rollen gekommen».

Spannende Debatte ist vorprogrammiert

Die Kantonsstrasse vom Talacher bis zum Schmittli soll bekanntlich saniert werden. Der Abschnitt Nidfuren bis Schmittli wird zuerst behandelt. Am kommenden Donnerstag, 2. März, berät der Kantonsrat den entsprechenden Objektkredit. Eine spannende Debatte ist angesichts der gestern eingereichten Unterschriften also vorprogrammiert. Im letzten November hat die Kommission für Tiefbau und Gewässer des Kantonsrats über die Vorlage des Regierungsrats beraten. Ein Kreisel ist nicht geplant. Die vom Regierungsrat ausgearbeitete Lösung sei so überzeugend, dass es zu keinem Antrag für einen Kreisel gekommen sei, sagte Kantonsrat Peter Letter (FDP, Oberägeri) im Januar gegenüber unserer Zeitung. Durch das Sanierungsprojekt werde ausserdem die Situation im Knoten Schmittli deutlich verbessert. (rh)