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ZUG/PITTSBURGH: Google macht Zuger reich

Der Zuger Severin Hacker (30) hat mit seinem Professor die Sprachlern-App Duolingo entwickelt. Jetzt ist er damit zum Multi­millionär geworden.
Severin Hacker (links) und Luis von Ahn (rechts) konnten auch Bill Gates von ihrer App überzeugen. Das Bild entstand vor einem Jahr. (Bild PD)

Severin Hacker (links) und Luis von Ahn (rechts) konnten auch Bill Gates von ihrer App überzeugen. Das Bild entstand vor einem Jahr. (Bild PD)

Es ist eine beeindruckende Summe und eine beeindruckende Nachricht: Google investiert in ein Start-up. Und das nicht zu knapp: 45 Millionen Dollar lässt der IT-Gigant für die 2009 gegründete Firma Duolingo springen, die sich mit dem Thema Sprache befasst (siehe Kasten). Das Geld stammt laut einem Bericht der «Aargauer Zeitung» aus dem Risikokapitalfonds Google Capital, mit dem viel versprechende Jungunternehmer finanziell unterstützt werden. Die Investition von Google strahlt bis in den Kanton Zug. Denn hinter Duolingo stehen der US-Amerikaner Luis von Ahn (36) und der Zuger Severin Hacker (30). Sie werden dank dem Internetgiganten zu Multimillionären. Ihr Unternehmen hat nun laut eigenen Angaben einen Wert von rund 470 Millionen Dollar. Das Start-up verfügt heute über 45 Mitarbeiter und verzeichnet rund 100 Millionen Nutzer darunter auch Prominenz wie etwa Bill Gates. Der Microsoft-Gründer lernt mit der App Fremdsprachen.

Zwei Idealisten

«Dass Google in Duolingo investiert, ist ein grosser Vertrauensbeweis und zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um die Zukunft des Lernens zu gestalten», sagte Hacker diese Woche gegenüber der «Aargauer Zeitung». Dieses Ziel verfolgen er und von Ahn bereits seit Anbeginn. Schon vor eineinhalb Jahren äusserte der damals 29-jährige Hacker in einem Interview mit unserer Zeitung, dass sie zum Ziel hätten, das Sprachenlernen zu revolutionieren. Ausserdem sind die beiden Idealisten. «Wir sind überzeugt, dass so viele Menschen wie möglich kostenlos Zugang zu Sprachunterricht haben sollten.» Sprachen seien der Schlüssel zu einer guten Ausbildung, zu einem guten Job und damit zu einem gewissen Wohlstand, betonte der Zuger weiter.

Twitter-Investor war Geldgeber

Hacker absolvierte die Kantonsschule in Zug und studierte danach Informatik an der ETH Zürich. 2006 begab er sich für ein Austauschjahr in die USA. Dort ist er bis heute geblieben. Inzwischen hat er an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, einer der weltbesten im Bereich Informatik, einen Ph.-D.-Abschluss absolviert.

Den beiden Unternehmern wird mit der Finanzspritze von Google nicht zum ersten Mal Ehre zuteil. Bereits 2013 wurde Duolingo von Apple zur App des Jahres gekürt. Im gleichen Jahr und ein Jahr später war sie für Google die «Best of the Best for Android». Und das, obwohl sie ursprünglich als Nebenprodukt gedacht war. «Wir befürchteten, dass sie floppt», sagte Hacker vor eineinhalb Jahren. Er und von Ahn hätten es aber besser wissen sollen. Denn schon als sie noch ganz am Anfang standen, konnten sie mit ihrer Idee einen Investor begeistern, der bereits bei Twitter investiert hatte. Und heute begeistern sie Google.

Samantha Taylor

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