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Kommentar

Zugs oberer Postplatz ist nichts als Kleinstadt pur

Der obere Postplatz in Zug hat ein Wasserspiel erhalten. Zusammen mit den Topfpflanzen und Betonbänken wirkt das trostlos, ist Harry Ziegler, Chefredaktor der «Zuger Zeitung» der Meinung.
Harry Ziegler
Harry Ziegler

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Nun hat auch die Stadt Zug ein Wasserspiel. Mitten in der Stadt, auf dem neu gestalteten oberen Postplatz. Eine Attraktion sei die Säule, die Wasser speit. Ein wichtiges Puzzleteil, um das Bedürfnis der Bevölkerung nach Erholung und Freizeit auf dem oberen Postplatz zu stillen.

Mitnichten. Das Wasserspiel ist zwar demontierbar – falls auf dem oberen Platz mal ein Fest stattfinden sollte. Aber spielerische und humorvolle Elemente, wie sie die städtische Bauchefin bei der Über­gabe am Donnerstag im Spiel zu sehen vermochte, ich weiss nicht.

Viel eher zeugt der Wasserspeier im Zusammenspiel mit den aufgestellten Topfpflanzen und Betonbänken von kleinstädtischer Enge und eben­solcher Humorlosigkeit. Und stadträtlicher Ratlosigkeit. Der obere Postplatz wirkt trotz Wasserspiel, Bäumchen in Töpfen und Sitzgelegenheiten trostlos. Da ändert sich auch nichts daran, wenn der obere Postplatz am 14. September festlich eingeweiht wird.

Richtigerweise hat die zuständige Stadträtin anlässlich der Übergabe gesagt, dass die Stadt Zug selbstkritisch sein und stets nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen müsse. Auf dem oberen Postplatz besteht für Selbstkritik und Verbesserungsmöglichkeiten ziemlich Luft nach oben. Das Wasserspiel wird neben Kindern wohl auch die Hunde der Stadt freuen. Sie haben nun ein neues Monument, um das sie pinkelnderweise ihr Revier erweitern können.

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