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ZUG/SIHLBRUGG: «Dukes»-Betreiber stellt Vereinen seine Bar zur Verfügung

Wöchentlich besuchen zahlreiche Zuger einen ehemaligen Stall ennet der Sihl in Sihlbrugg. Der Chef des Hauses bietet ab Januar Vereinen eine Möglichkeit, ihre Vereinskasse aufzubessern.
Die Zuger Band Joker bei ihrem Comeback nach 16 Jahren im «Dukes» in Sihlbrugg. (Bild: Charly Keiser (25. November 2017))

Die Zuger Band Joker bei ihrem Comeback nach 16 Jahren im «Dukes» in Sihlbrugg. (Bild: Charly Keiser (25. November 2017))

Markus Huber hat in Sihlbrugg aus einer Scheune einen Musiktempel gemacht. Ab Januar will er Vereine der Umgebung unterstützen. «Ich stelle ihnen jeweils am Freitag eine meiner Bars zur Verfügung, und sie können diese dann auf eigene Rechnung betreiben», verrät er und sieht eine Win-win-Situation: «Die Vereine können so ihre Kasse aufbessern, und ich bekomme die Gelegenheit, mein Lokal noch bekannter zu machen.» Bekannt ist die ehemalige Scheune heute unter anderem als Auftrittsort für verschiedenste Bands.

Schon mehrmals ist Urs Kälin dort aufgetreten. Er ist in der Stadt Zug aufgewachsen und wohnt in Steinhausen. Kälin, besser bekannt als «Cheesli», hat ­ im Alter von 18 Jahren mit dem Schlagzeugspielen begonnen und wird im kommenden Januar 58-jährig. Vor 22 Jahren gründete er zusammen mit Bassist Steve Schiegg die Rock-Coverband Joker. «Vor 16 Jahren haben wir Joker aufgelöst», erklärt Kälin und lächelt. Er freue sich sehr, dass das Comeback gelungen sei.

Jährlich rund 50 Livekonzerte

Denn Kälin und Schiegg haben am vergangenen Samstag im «Dukes» in Sihlbrugg zusammen mit Sänger René Portmann und den beiden Gitarristen Oli Müller und James Ender ihre Band wieder aufleben lassen. «Wenn es Markus nicht gäbe, müsste man ihn erfinden», sagt Kälin über «Dukes»-Chef Markus Huber, der einst als DJ im «Topas» seine Musikleidenschaft auslebte. «Wir haben pro Jahr etwa 50 Livekonzerte», sagt Huber. «Und zwar gibt’s bei uns von der Ländlerkapelle über Hip-Hop bis zu Rockbands fast alles zu hören.»

Viele Zuger sind pro Woche im «Dukes» in Sihlbrugg. Waren es vor 20 Jahren vor allem noch DJs, die dort auflegten, und vornehmlich junge Leute, die nach Sihlbrugg pilgerten, sind es heute ältere Semester, die den Weg über die Sihl auf Zürcher Boden unter die Räder nehmen. Huber ulkt: «Wir sind vom U- zum Ü-­Lokal geworden.»

Seit fünf Jahren betreibt Huber im Parterre auch ein Restaurant. Dieses werde mittags von Leuten besucht, die im nahen zugerischen Walterswil arbeiten, erklärt er. An den Abenden – und vor allem an den Wochenenden – kämen die Gäste, um zuerst zu essen und danach Livemusik zu geniessen. «Ich bin vom Koch zum DJ und nun zum Beizer geworden», sagt Huber und schmunzelt. «Und mir gefällt es wie am ersten Tag – denn meine Arbeit ist auch mein Hobby.»

Veränderte Gewohnheiten

Huber erzählt, wie sich die Gewohnheiten der Partygänger verändert hätten. «Wir hatten hier früher vor allem Junge, spielten Hip-Hop, House-, Disco- und Party-Sound.» Der Altersdurchschnitt sei heute um einiges höher, und dank des Umbaus und der Erweiterungen der letzten Jahre könnten auch am gleichen Abend viele verschiedene Geschmäcker befriedigt werden. Das gilt allerdings nur für die Musik, die heute fast ausschliesslich von Livebands statt von CDs oder vom Computer stammt. Denn auf der Speisekarte des Restaurants dominieren Fleischstücke vom Grill.

«Ich würde mich sehr freuen, wenn sich viele Vereine melden würden», sagt Huber und fügt an: «Und hoffentlich auch solche aus dem Kanton Zug.»

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

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