Leserbrief

Zukunft mit Gasheizung

«Gasheizung sorgt für hitzige Voten»,
Ausgabe vom 3. Juli

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In den letzten Monaten hat die Jugend auf der ganzen Welt, aber insbesondere auch hier in Zug gezeigt, wir wollen unbedingt mehr Umweltschutz! Trotzdem wird bei der Sanierung des Schulhauses Oberwil nicht die Chance gepackt, die alte Gasheizung mit einer umweltschonenden Alternative zu ersetzen – nein die Gasheizung soll 1:1 dieselbe bleiben. Das ist empörend. Der Wille, eine umweltfreundlichere Schule zu gestalten, scheint sich sehr in Grenzen zu halten. Alternativen zur Gasheizung wurden nicht sauber geprüft, das Nachbarshaus zum Beispiel verfügt über eine klimaschonende Wärmepumpe. Schlimm genug, dass diese Gasheizung nun weiter die Umwelt verschmutzen kann, aber die Stadt Zug nimmt so auch ihre Vorbildfunktion nicht wahr. Ein Schulhaus als öffentliches Gebäude und Zentrum der Bildung sollte unbedingt ein Musterbeispiel in Sachen Umweltverträglichkeit darstellen. Sollen die Schulkinder in Klassenzimmern für eine Zukunft lernen, deren Heizung direkt zur Zerstörung dieser Zukunft beiträgt? Die Zuger Klimastreikbewegung fordert, dass bei der Sanierung des Schulhauses auf die umweltschädliche Gasheizung verzichtet wird und der Einsatz von erneuerbaren Energien, wie zum Beispiel einer Wärmepumpe, seriös geprüft wird und deren Einsatz nach bestem Wissen und Gewissen ermöglicht wird.

Zuger Klimastreikbewegung, Julia Küng, Zug