Leserbrief

Zum Autounfall in Biberbrugg

«Tödlicher Autounfall», Ausgabe vom 13. April

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Das ist einfach unter jedem normalen Verständnis und nur noch abstrus. Setzt endlich den Verstand ein, es ist höchste Zeit. Da wird beim Unfall an der Schwyzer Kantonsgrenze auch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ) aufgeboten. Die Daten zum Unfallort lauten wie folgt: Die Anfahrt des Rettungsdienstes von Einsiedeln zum Unfallort beträgt 9,2 Kilometer, das heisst 16 Minuten plus Alarmierungszeit von 5 bis 7 Minuten. Das macht ein Total von rund 22 Minuten. Die Anfahrtszeit vom FFZ-Stützpunkt an der Ahornstrasse in Zug bis Unterägeri beträgt 10,5 Kilometer mit einer Zeit von 17,8 Minuten, von Unterägeri bis Oberägeri sind es 2,4 Kilometer à 4 Minuten und von Oberägeri zum Unfallort beträgt die Strecke 10,5 Kilometer.

Die FFZ hat zum Unfallort also eine Strecke von 24,4 Kilometer zu bewältigen mit einer Zeit von 40 Minuten. Da ist Alarmierungszeit nicht einmal dabei. Die Anfahrtszeit der Feuerwehr von Oberägeri zum Unfall beträgt die Hälfte. Das ist eine unglaubliche Arroganz von Zug und erst noch zu Ungunsten des Unfallopfers.

Aus Rücksicht auf die Verwandten des Unfallopfers, welches am Unfall verstorben ist, hätte man schreiben können, über den Unfallhergang wird noch ermittelt, und nicht, es könne ein Suizid nicht ausgeschlossen werden. Und zum Satz «Für die Umwelt ergab es keine Beeinträchtigung»: In dieser Tragik ist dies nicht relevant.

Hans-Rudolf Iten-Hartmann. Unterägeri