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Zum Geburtstag von Maria Bernarda wird in Auw ein Verein gegründet

Vor zehn Jahren wurde Maria Bernarda Bütler heiliggesprochen. Am kommenden Montag, just an ihrem 170. Geburtstag, wird in ihrer Geburtsgemeinde der «Verein Maria Bernarda» aus der Taufe gehoben.
Ruedi Burkart
Im Herbst 2016 eröffnete die Gemeinde Auw den Maria-Bernarda-Weg. Bild: Stefan Kaiser (15. Oktober 2016)

Im Herbst 2016 eröffnete die Gemeinde Auw den Maria-Bernarda-Weg. Bild: Stefan Kaiser (15. Oktober 2016)

Bis vor zehn Jahren war der Name der am 28. Mai 1848 in Auw geborenen katholischen Missionarin und Ordensgründerin in der Region nur Insidern geläufig. Grund: Verena Bütler, so ihr bürgerlicher Name, verliess bereits im Alter von 19 Jahren das Freiamt und zog nach Altstätten ins dortige Kapuzinerkloster Maria Hilf. Nach ihrer Zeit in der Ostschweiz brach sie auf zu neuen Ufern und wirkte fortan in Südamerika als Missionarin. Sie gründete mehrere Filialklöster und Schulen in Ecuador und in Kolumbien. 1924 starb Maria Bernarda im Alter von 76 Jahren in der kolumbianischen Stadt Cartagena.

Am 12. Oktober 2008 jedoch war es mit der Ruhe um Maria Bernarda vorbei, nachdem sie in Rom als erste Schweizerin überhaupt vom Papst heiliggesprochen wurde. Plötzlich kannte man die Frau auch ausserhalb der Auwer Gemeindegrenzen.

«Auw wird nie zu einem klassischen Wallfahrtsort»

Das Interesse an der lange Zeit vergessenen Frau nahm plötzlich zu, Leute von nah und fern wollten mehr über das Leben und Wirken von Maria Bernarda wissen. Trotz des kurzzeitigen Hypes gibt man sich im Oberfreiamt pragmatisch. «Dass Auw kein Wallfahrtsort wie beispielsweise Flühli-Ranft werden könnte, war uns von Anfang an bewusst», so Martin Abt, seit drei Jahren Chef der Bernarda-Kommission. Schliesslich ist und bleibt Auw lediglich der Ort, an welchem Verena Bütler vor 170 Jahren das Licht der Welt erblickte. Nicht mehr und nicht weniger.

Und doch lädt die Kommission am kommenden Montag zur Gründungsversammlung für den Verein Maria Bernarda ein. Braucht es das tatsächlich, einen Verein? Schliesslich hat die Bernarda-Kommission in den vergangenen Jahren einiges bewirken können. So wurde der traditionelle Mai-Gedenkgottesdienst über die Auwer Gemeindegrenzen hinaus bekannt gemacht und im Pastoralraum verankert. Vor zwei Jahren trafen sich ehemalige Pilgerinnen und Pilger, im April letzten Jahres standen Pilgerreisen auf dem Programm.

«Maria Bernarda wusste schon damals, dass es für eine erfolgreiche Mission unerlässlich ist, auf eine gute Basis zählen zu können. Darum wollen wir mit der Gründung eines Vereins die ideale Grundlage für eine gute und regelmässige Kommunikation mit den Freunden der Heiligen und allen Interessierten schaffen», begründet Abt. Zudem: Wer einem Verein angehört, sei motivierter, sich für eine Sache einzusetzen, ist sich Abt sicher. «Mitglieder eines Klubs identifizieren sich intensiver mit einem Vorhaben. Darum haben wir uns entschlossen, den Verein zu gründen».

Auf die Frage, wie viele Personen am kommenden Montag den Weg an die Gründungsversammlung finden werden, meint Abt schulterzuckend: «Das wird die Wundertüte des Abends sein. Wir haben keine Ahnung. Aber 20 bis 30 Interessierte, das wäre ein erster Erfolg.» Klar scheint immerhin: Der erste Präsident des Vereins Maria Bernarda wird mit grosser Wahrscheinlichkeit Martin Abt heissen. «Ausser, es hat jemand etwas dagegen und stellt sich selbst zur Verfügung», meint der designierte Vorstandsvorsitzende schmunzelnd.

Hinweis

Gründungsversammlung Verein Maria Bernarda, Montag, 28. Mai, 19.30 Uhr, alte Kanzlei (vis-à-vis Kirche), Auw.

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