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SC Cham: Zum Punktgewinn fehlt nur wenig

Der SC Cham verliert gegen den Tabellenzweiten Brühl mit 2:3. Trainer Roland Schwegler spricht Klartext.
Martin Mühlebach
Wird von Brühls Lulzim Salija (rechts) bedrängt: der Chamer Lukas Riedmann (links). (Bild: Stefan Kaiser, Cham, 28. September 2019)

Wird von Brühls Lulzim Salija (rechts) bedrängt: der Chamer Lukas Riedmann (links). (Bild: Stefan Kaiser, Cham, 28. September 2019)

Die Enttäuschung über die Leistung seiner Elf war dem Chamer Cheftrainer Roland Schwegler nach dem Abpfiff der Promotion-League-Partie gegen Brühl St. Gallen ins Gesicht geschrieben. In Gedanken versunken monierte er: «Uns fehlt immer ein wenig – es muss mehr kommen. Mein Team muss endlich merken, dass es noch einen Zacken zulegen muss.» Schwegler rügte vor allem die Leistung, die seine Schützlinge in der Startviertelstunde und über weite Strecken der zweiten Halbzeit abgeliefert haben.

Die St. Galler legten von Beginn an ein horrendes Tempo vor, dem die Platzherren nichts entgegenzusetzen hatten. In der 10. Minute spielte der über die rechte Aussenbahn vorgestossene Damian Titaro den Ball auf der Höhe der Grundlinie flach zur Mitte. Der nur ungenügend attackierte Lirim Shala bekundete keine Mühe, Brühl 1:0 in Führung zu schiessen. Nur zwei Minuten später musste der Chamer Schlussmann Marco Peterhans Kopf und Kragen riskieren, um seine Elf vor dem zweiten Gegentreffer bewahren zu können. Die Platzherren taten sich vor allem mit dem wirbligen St. Galler Angreifer Villiam Pizzi schwer, der kaum vom Ball zu trennen war.

Nachdem die Zuger weitere stürmische Angriffe der St. Galler schadlos überstanden hatten, konnten sie sich aus der Umklammerung lösen. In der 28. Minute schickte Roman Herger seinen Teamkollegen Cris Miani auf die Reise, dessen genau getimten Flankenball verwertete Célien Wicht mit einem herrlichen Kopfball zum 1:1. Es kam noch besser: In der 38. Minute schlug der vom FC Linth zu den Zugern gestossene Ronnie Aeberli einen langen Ball in den Strafraum der St. Galler, wo Célien Wicht sofort abdrückte. Torhüter Arianit Lazraj liess den kernigen Schuss nach vorne abprallen. Roman Herger reagierte blitzschnell und schoss Cham 2:1 in Front.

«Haben Disziplin und Ordnung verloren»

Mit der 2:1-Führung im Rücken nahmen die Platzherren zu Beginn der zweiten Halbzeit das Zepter sofort in die Hand, jedoch ohne reüssieren zu können. Brühl tauchte wieder vermehrt vor dem Tor von Peterhans auf, der in der 62. Minute einen Ball nach vorne abprallen liess. Den Nachschuss vermochte er im letzten Moment noch zu behändigen. Als der Chamer Goalie vier Minuten später erneut ein Geschoss abprallen liess, knallte Sanijel Kucani das Leder zum 2:2 in die Maschen. Wieder vermehrt unter Druck geraten, begannen die Platzherren stark abzubauen. In der 76. Minute schoss der eingewechselte St. Galler Nico Abegglen Brühl 3:2 in Front, als er nach einem Einwurf mutterseelenallein vor dem Chamer Gehäuse stehend geradezu zum Toreschiessen eingeladen wurde.

Sportchef Marcel betonte hinterher: «Wir verloren die Ordnung und in gewissen Situationen mangelte es dem Team an der nötigen Disziplin. Das kostete uns letztlich einen durchaus möglichen Punktgewinn.» In der Schlussphase des Spiels entbrannte ein zuweilen gehässiger Schlagabtausch, der Cris Miani in der 86. Minute die gelb-rote Karte eintrug. Brühl-Trainer Alexandre de Freitas befand nach dem Schlusspfiff: «Nachdem wir 1:2 in Rückstand gerieten, mussten wir uns wieder auf unsere Qualitäten besinnen. Obschon Cham in der Tabelle schlecht platziert ist, mussten wir alles geben, um zu gewinnen.»

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