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Bahnhof Zug: Zum Rauchen bitte neu ans Perronende gehen

Seit Anfang Juli sind auch die meisten Bahnhöfe im Kanton Zug nahezu rauchfrei. Noch hält sich nicht jeder daran.
Christopher Gilb
Diese Plakate informieren die Passanten am Bahnhof Zug über das neue Regime. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 10. Juli 2019)

Diese Plakate informieren die Passanten am Bahnhof Zug über das neue Regime. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 10. Juli 2019)

Es begann mit dem Verbot in den Zügen, dann folgte das Verbot in den Restaurants und nun werden auch die Schweizer Bahnhöfe bis Mitte 2020 sukzessive zu nahezu rauchfreien Zonen. So soll für mehr Sauberkeit, eine bessere Luftqualität und damit für einen angenehmeren Aufenthalt auf den Bahnhöfen gesorgt werden. Seit Kurzem ist es nun auch in den Bahnhöfen Zug, Cham, Walchwil, Rotkreuz und bei einigen kleineren Haltestellen im Kanton soweit. Die Bahnhöfe Baar und Steinhausen folgen im September. Bei der überwiegenden Mehrheit der Befragten während der Testphase an Bahnhöfen wie Basel ist diese Neuregelung gut angekommen. Die Akzeptanz bei Kundinnen und Kunden sei hoch, heisst es seitens der SBB.

Wie funktioniert das neue Regime nun in der Praxis? Verbotsmarkierungen auf dem Boden im Eingangsbereich des Bahnhofs Zug, wo sich noch einmal Aschenbecher befinden, weisen auf die neue Regelung hin. An den Werbeflächen auf den Perrons sind wiederum Plakate angebracht, auf denen über der einen Seite «Good News für Raucher» steht, und auf der anderen «Good News für Nichtraucher». Bei den Nichtrauchern wird als «Good News» betrachtet, dass nur noch in Raucherzonen geraucht werden darf, bei den Rauchern, dass es diese Zonen überhaupt gibt.

Nicht alle 
sind begeistert

Dass dies nicht jeden Raucher überzeugt, zeigt sich daran, dass bei einzelnen Plakaten das Wort «Good» durch das Wort «Fuck» ersetzt wurde. Auch dass die neuen Raucherzonen am äussersten Ende des jeweiligen Perrons liegen, begeistert nur bedingt. Sie habe ja Verständnis für die rauchfreie Zone, wolle aber nicht extra ans Ende des Perrons laufen, wo zudem bei ihrem Zug nur die Wagen der 1. Klasse halten würden, kommentiert eine junge Frau, die auf einer freien Bank auf halbem Weg zur Raucherzone ihrer Sucht frönt. Damit ist sie nicht die Einzige. Wie ein Rundgang am Bahnhof am Mittwochnachmittag zeigt, bewegen sich zwar schon viele Raucher eher in Richtung Raucherzone, aber nicht unbedingt so, dass sie sich genau in die vorgegebenen 2,5 Meter Radius stellen. Es ist ein Bild, das an deutsche Bahnhöfe erinnert. Dort gibt es schon länger Raucherzonen, aber viele Raucher definieren diese um einiges grosszügiger als markiert.

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