Zum Tod des Murianer Restaurators Roman Sticher: Er rettete unzählige Bilder und Filme

Der Murianer Restaurator und Konservator ist am 16. August im Alter von 51 Jahren gestorben.

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Roman Sticher, Konservator und Restaurator aus Muri. (Bild: Eddy Schambron)

Roman Sticher, Konservator und Restaurator aus Muri. (Bild: Eddy Schambron)

Roman Sticher, Konservator und Restaurator von audiovisuellen Medien aus Muri, ist am 16. August gestorben. «Du konntest deine Passion für Elektronik, Film, Kunst, Musik, technische Errungenschaften und dein grosses Interesse an Geschichtlichem in deinem Beruf vereinen und hast deine Interessen mit viel Musse und Hingabe verfolgt», steht in seiner Todesanzeige.

Ursprünglich war Roman Sticher Vergolder und restaurierte mit Josef Brühlmann in der Klosterkirche Muri. Später rettete er alte Filme und Tonaufnahmen und damit so manches «Goldstück», wie er sie nannte, vor dem endgültigen Untergang. «Ich habe mein Hobby und meine Berufung zu meinem Beruf gemacht», stellte er fest. Zuvor hatte der Konservator und Restaurator mit einer entsprechenden Weiterbildung den Grundstein für seine Firma, die transfermedia.ch, gelegt. Zu seinen Kunden zählten Staatsarchive und Kunstmuseen, wie das Kriminalmuseum der Kantonspolizei Zürich oder das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern.

Zahlreich hat er auch private Aufnahmen für die Zukunft gesichert, wenn sie für die Öffentlichkeit von Bedeutung waren. «Auf privaten Bilddokumenten sind vielfach Sequenzen aus dem alltäglichen Leben vorhanden, um die es wirklich schade ist, wenn sie verloren gehen», erklärte er dazu. (es)