Frühjahrstagung der Gemeindeämmännervereinigung des Bezirks Muri

Die Gemeindeammännervereinigung des Bezirks besichtigte das Käppeli-Haus in Isenbergschwil. Es gab einiges zu bestaunen.

Eddy Schambron
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Im Käppeli-Haus gab es viel Interessantes zu erfahren. Von links Ralf Bucher, Grossrat, Hannes Küng, Gemeindeammann Merenschwand, Hugo Kreyenbühl, Geschäftsführer Muri, Marlies Villiger, Gemeindeammann Auw, Josef Huwiler, Gemeindeammann Sins, Martin Heller, Gemeindeammann Mühlau, und Gioia Huonder, Gemeindeammann Rottenschwil. (Bild: Eddy Schambron)

Im Käppeli-Haus gab es viel Interessantes zu erfahren. Von links Ralf Bucher, Grossrat, Hannes Küng, Gemeindeammann Merenschwand, Hugo Kreyenbühl, Geschäftsführer Muri, Marlies Villiger, Gemeindeammann Auw, Josef Huwiler, Gemeindeammann Sins, Martin Heller, Gemeindeammann Mühlau, und Gioia Huonder, Gemeindeammann Rottenschwil. (Bild: Eddy Schambron)

Es sind mehr Themen, als Zeit dafür vorhanden sein wird. Aber die Gemeindeammänner des Bezirks Muri werden den Gesamtregierungsrat am 11. September auf dem Horben mit brennenden Fragen konfrontieren: Die Entwicklung der Pflege- und Gesundheitskosten mit ihren Auswirkungen auf die Gemeinden ist so eine, oder der Spielraum im Raumplanungsgesetz für Weilerzonen und/oder ausserhalb des Baugebietes.

An der Frühjahrestagung machte Obmann Hampi Budmiger, Muri, beliebt, sich auf drei Hauptthemen zu beschränken, aber alle Anliegen zur Auswahl trotzdem zu formulieren. Die kamen auch prompt: Wie begegnet man in den Gemeinden dem Ausbauwünschen auf 5G-Handynetz? Wie entwickelt sich die Spitallandschaft? Was sind die Auswirkungen des Lehrplans 21 oder wie sieht es mit Aufgaben und Entschädigung der Regionalplanungsverbände aus? Den Gesamtregierungsrat erwartet eine intensive Sitzung.

Informationen zum Gewässerabstand

Nochmals Gastgeber werden die Gemeindeammänner des Bezirks Muri im nächsten Jahr sein – für die Gemeindeammänner des ganzen Kantons. Die kantonale Vereinigung wird ihre Generalversammlung am 26. März 2020 in Muri abhalten. Genehmigt wurden an der Frühjahrstagung die Rechnung 2018 und der unveränderte Jahresbeitrag von 150 Franken für 2019. Neben Informationen aus dem Regionalplanungsverband Oberes Freiamt und aus dem Grossen Rat liessen sich die Gemeindeammänner von Grossrat Ralf Bucher zum Thema «Gewässerabstand – was gilt und für wen» orientieren, um sich anschliessend dem kollegialen Gedankenaustausch zu widmen.

Vor der Tagung hatten die Gemeindeammänner des Bezirks Muri die Gelegenheit, das Käppeli-Haus in Isenbegschwil/Geltwil zu besichtigen. Der Eigentümer, Franz Käppeli, wartete mit vielen Informationen und Anekdoten aus der Geschichte des Hauses und des Freiamts auf. Das 1802 von Josef Ineichen fertiggestellte Käppeli-Haus kam um 1850 in den Besitz der Familie Käppeli, erfuhr nur wenige modernisierende Eingriffe und vermochte einen Grossteil der alten Bausubstanz zu wahren.

Franz Käppeli, ein Nachfahre und heutiger Besitzer, unterzog es 1982/83 einer sorgfältigen Restaurierung. Es ist heute ein einzigartiges Privatmuseum. Die Gegenstände im Haus stammen entweder aus dem Haus selber, der weitverzweigten Familie oder aber aus der Region. Das Haus steht unter eidgenössischem Denkmalschutz.

Das Haus, obwohl es wohlhabenden Leuten gehört hat, zeigt auf, wie sparsam die Bauern waren, alles nach Möglichkeit weiterverwendet und nichts vergeudeten. Was geflickt werden konnte, wurde auch geflickt. Nicht im Haus aufbewahrt wird die einzige, weltweit bekannte komplette Münzensammlung aus dem Kloster Muri. Käppeli lässt sie in einem Banktresor aufbewahren.