Zurück in die Natur

Zug um Zug

Andrea Muff
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Andrea Muff

Andrea Muff

Es ist mehr als durch den Wald zu streifen, Hütten zu bauen oder am Lagerfeuer zu sitzen: Das Gefühl, dazuzugehören, eine Gruppe mit ähnlichen Interessen zu sein, dies wird in Jugendverbänden wie Pfadi, Jungwacht und Blauring betont. Das Paket von Natur und Gemeinsamkeit funktioniert und es zieht wieder mehr Kinder in den Bann. Die Mitgliederzahlen der Jugendverbände steigen schweizweit, so auch im Kanton Zug.

Da seit der Jahrtausendwende vermehrt Spielkonsolen den Weg ins Kinderzimmer gefunden haben, schrumpften die Mitgliederzahlen von Jugendverbänden zusehends. Dass in dieser Entwicklung nun eine Kehrtwende auszumachen ist, ist höchst erfreulich.

Denn ohne Handy draussen mit anderen Kindern zu spielen, erhöht die Sozialkompetenz. Später als Leiter oder Leiterin Verantwortung übernehmen, ist gut für das Selbstvertrauen. Die Einfachheit der Natur regt auch die Fantasie der Kinder an, sie entwickeln Erfindergeist. Zudem können der Umgang und die Interaktion mit anderen Menschen nicht alleine im Wohnzimmer gelernt werden. In all diesen Punkten können Jugendverbände helfen und eine geschützte Oase bieten.

Natur ist in. Dass es so weit gekommen ist, hat auch etwas mit der Einstellung der Eltern zu tun. Sie wollen, dass ihre Kinder lernen, sich ohne technische Hilfsmittel zu beschäftigen. Das Bild des einsamen, leicht käsigen Gamers ohne Freunde hat eine ganze Generation geprägt. Und vielleicht will man ja einfach etwas weitergeben: Für mich zählten die Schatzsuchen im Blauring zu den Highlights.