Zuversicht beim Aufsteiger aus Ägeri

Der FC Ägeri bietet dem Tabellenzweiten Wettingen Paroli in der 2. Liga interregional und erhält Lob vom Gegner. Der Präsident und der Spielertrainer ziehen nach den ersten Matches eine Zwischenbilanz.

Martin Mühlebach
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Ägeris Michael Schwarzenberger (rechts, vorn) und seine Teamkollegen spielen gegen das Spitzenteam Wettingen remis. (Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 30. September 2018))
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Abwehraktion der Wettinger Verteidigung. (Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 30. September 2018))
Ägeris Marco Schwarzenberger spielt einen Pass. (Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 30. September 2018))
Verbissene Zweikämpfe zwischen Ägeri und Wettingen. (Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 30. September 2018))
Wettingens Benjamin Meier und Goekhan Yueruesuen gegen Ägeris Sandro Meier (im weissen Shirt). (Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 30. September 2018))
Wettingens Pascal Bonnemain (vorne) gegen Ägeris Marco Schwarzenberger. (Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 30. September 2018))
Wettingens Pascal Bonnemain (Nummer 4) ist mit dem Entscheid des Schiedsrichters nicht einverstanden. (Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 30. September 2018))

Ägeris Michael Schwarzenberger (rechts, vorn) und seine Teamkollegen spielen gegen das Spitzenteam Wettingen remis. (Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 30. September 2018))

Der im vergangenen Sommer in die 2. Liga interregional aufgestiegene FC Ägeri liegt nach 8 Runden mit 8 Punkten auf dem 10. Tabellenrang. Präsident Rolf Tresch und Spielertrainer Dragoljub Salatic sind sich einig, dass die bescheidene Punkteausbeute nicht den bisher gezeigten Leistungen entspricht. «Resultatmässig haben wir uns etwas mehr erhofft», sagt Tresch. Er betont: «Spielerisch vermochte unser Team zu gefallen, aber in den entscheidenden Situationen fehlte die nötige Cleverness. Das negative Torverhältnis von 10:14 zeigt, dass wir zu wenig Tore schiessen und in der Abwehr noch entschlossener auftreten müssen.»

Spielertrainer Salatic, der mit Ägeri in seinem ersten Amtsjahr den Aufstieg schaffte, sieht es genauso wie sein Präsident. Erklärend fügt er hinzu: «Meine Mannschaft hat spielerische Fortschritte gemacht. Stattdessen hat sie die alte Ägeri-Tugend, den bedingungslosen Kampfgeist, nicht mehr so ausgeprägt in die Waagschale geworfen.» Sowohl der Präsident als auch sein Spielertrainer sind aber fest davon überzeugt, dass Ägeri nichts mit dem Abstieg zu tun haben und am Ende der Saison einen Mittelfeldplatz einnehmen wird.

Am vergangenen Sonntag, im Spiel gegen den Tabellenzweiten Wettingen, bestätigten sich die eingangs abgegeben Statements. Ohne den leicht angeschlagenen Spielertrainer angetreten, nahm Ägeri das Zepter von Beginn an in die Hand. Die flüssig von hinten heraus kombinierenden Gastgeber erarbeiteten sich einige gute Einschussmöglichkeiten, die sie ungenutzt verstreichen liessen. Es lief bereits die 53. Minute, als Adnan Becirbasic aus rund 30 Metern abzog – 1:0 für Ägeri.

«Ägeri hätte den Sieg verdient»

Doch die Freude war von kurzer Dauer. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff entstand im Strafraum des Aufsteigers eine unübersichtliche Situation. Der Assistent an der Seitenlinie entschied auf Abstoss. Doch der Hauptschiedsrichter war anderer Meinung. Er hatte ein Handspiel gesehen und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Labinot Osmani erzielte mittels Handspenalty den Ausgleichstreffer. In der Schlussphase des Spiels entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 69. Minute ging Wettingen durch ein Tor von Kürset Kiybar 2:1 in Front, ehe Linus Pfrunder in der 88. Minute mit einem sehenswerten Kopfball das viel umjubelte Tor zum 2:2-Endstand gelang. Der Wettingen-Trainer Beat Studer sagte nach dem Schlusspfiff anerkennend: «Ägeri war klar besser als wir, es hätte den Sieg verdient.»