ZUWANDERUNG: Zug hat kaum Sozialtouristen

Wie häufig kommt es vor, dass Ausländer Arbeitslosenunterstützung und Sozialhilfe im Kanton Zug in Anspruch nehmen? Eine komplexe Angelegenheit.

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Zug hat kaum Sozialtouristen. (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Zug hat kaum Sozialtouristen. (Symbolbild). (Bild: Keystone)

red. Die SVP hat mit ihrer Masseneinwanderungsinitiative eine Diskussion darüber ausgelöst, inwieweit Ausländer im Rahmen des Freizügigkeitsabkommens mit der EU die Sozialkassen der Kantone unterwandern – etwa durch Kurzzeitarbeitsbewilligungen. Oder durch Gewährung von Sozialhilfe für gescheiterte Stellensuchende. Der Bundesrat hat seinerseits nun plötzlich entschieden, strengere und allgemein gültigere Regeln für Zuwanderer einzuläuten. Die Stossrichtung lautet ab sofort: Wer aus der EU/Efta lediglich zur Stellensuche einreist, soll generell keine Sozialhilfe erhalten. Auch Familienangehörige nicht.

Doch gibt es solche Fälle überhaupt im Kanton Zug? Hubert Schuler, Kantonsratspräsident und Leiter Soziale Dienste in Baar, winkt ab. «Dass jemand etwa aus Deutschland, Spanien oder Italien zwei Wochen hier ist, dann keine Arbeit findet und Sozialhilfe beantragt oder als arbeitslos registriert wird – so etwas habe ich im ganzen letzten Jahr in Baar nicht erlebt.» Auch Markus Jans, Leiter Soziale Dienste in der Stadt Zug, kennt solche Beispiele von Sozialhilfeerschleichung kaum. Oder es seien ganz wenige Fälle.

Hinweis: Das Dossier zu den Abstimmungen vom 9. Februar »