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ZVB-Stützpunkt bleibt im Zentrum

Der Richtplan wurde angepasst: Der Neubau der Zugerland Verkehrsbetriebe soll auf dem heutigen Areal an der Aa realisiert werden, obwohl städtische Kantonsräte für den Standort Göbli gekämpft haben.
Andrea Muff
Der ZVB-Stützpunkt an der Aa bleibt, wo er ist. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 24. April 2018))

Der ZVB-Stützpunkt an der Aa bleibt, wo er ist. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 24. April 2018))

Emotional, so lässt sich die Debatte um die Anpassung des kantonalen Richtplans zusammenfassen. Denn es ging um den Standort des Hauptstützpunktes der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) mit Werkstatt: an der Aa oder im Göbli? Nun ist klar, der Kantonsrat folgte dem Vorschlag der Zuger Regierung: Der ZVB-Hauptstützpunkt soll zentral bleiben und auf dem heutigen Areal an der Aa zwischen dem Verwaltungszentrum und dem Kaufmännischen Bildungszentrum gebaut werden. Dafür sprachen sich an der Schlussabstimmung 48 gegen 11 Kantonsräte aus.

Doch bis es dazu kam, gab es feurige Voten, innerparteiliche Differenzen und ab und an ein Fussaufstampfen. Dabei spielte die Motion der beiden Mitglieder des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug, Martin Eisenring (CVP) und Philipp C. Brunner (SVP), eine Rolle. Ihre Forderung: Der Hauptstützpunkt soll im Göbli angesiedelt werden. Die Stadt Zug möchte dafür eine Machbarkeitsstudie. Kantonsrat und Stadtrat Urs Raschle (CVP) sprach im Namen der städtischen Exekutive: «Es geht um wichtige Punkte, die geklärt werden müssen. Die Stadt Zug bezahlt die Machbarkeitsstudie.» CSP-Stadtratskollegin Vroni Straub redete den Parlamentariern ebenfalls ins Gewissen: «Lassen Sie uns diese Studie machen.» Bereits vor den beiden Voten stellte Mariann Hess (ALG/Unterägeri) im Namen ihrer Fraktion einen Antrag auf Rückweisung, bis ein Mobilitätskonzept im Rat beschlossen wurde. Die SP-Fraktion schloss sich diesem Antrag an. Währenddessen gebe es auch Zeit für die Machbarkeitsstudie. «Schliesslich gilt der Standort an der Aa zu Recht als wertvolles Verdichtungsgebiet», erklärte Regierungsratskandidatin Barbara Gysel (SP/Zug). Die Fraktionen der CVP und der FDP sahen dies anders: «Alle Gemeinden sind auf einen gut funktionierenden ÖV angewiesen», so Andreas Etter (CVP/Menzingen). «Nehmen wir unsere Verantwortung wahr und bekennen uns zu einem Standort, der der ZVB eine zukunftsgerichtete Entwicklung ermöglicht», sagte Daniel Abt (FDP/Baar). Als stellvertretender Präsident der Kommission für Raumplanung und Umwelt plädierte er ebenfalls für den Standort an der Aa. «Dieser Entscheid ist nicht gegen die Stadt gerichtet», machte er klar.

Dies sah Philipp C. Brunner (SVP/Zug) aber anders. In zwei flammenden Voten kämpfte er für die Idee «Göbli». Seine Fraktion stärkte ihm in dieser Sache nicht den Rücken. Brunner stellte fest: «Hier wird einfach etwas durchgedrückt und das auf Kosten der Stadt Zug.» Damit war der Stadtratskandidat nicht einverstanden. 13 Millionen Franken habe die Planung bereits gekostet «und nun möchte man der Stadt nicht mal die Möglichkeit geben, die Machbarkeit zu prüfen». Für Baudirektor Urs Hürlimann wäre eine solche Studie obsolet, da sich unter dem Gebiet Göbli das grösste Grundwasservorkommen des Kantons befinde. Es sei nicht möglich, tiefer als drei Meter in die Erde zu bauen.

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