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Zwei Zuger Krippen-Vereine fusionieren

Mit der Einführung von Betreuungsgutscheinen öffnet sich der Markt der Kinderbetreuung. Was für einige Krippen ein Segen ist, zwingt andere Organisationen zum Handeln.
Zoe Gwerder
Nun ist klar: Die Zuger Chinderhüser schliessen sich mit dem Verein Kibiz zusammen. (Symbolbild: Stefan Kaiser)

Nun ist klar: Die Zuger Chinderhüser schliessen sich mit dem Verein Kibiz zusammen. (Symbolbild: Stefan Kaiser)

Seit kurzem ist es definitiv: Der Verein Zuger Chinder­hüser kommt unter das Dach des Vereins Kibiz. Beide Organisationen haben an ihren Generalversammlungen den Zusammenschluss beschlossen. Faktisch geht der Verein Zuger Chinder­hüser mit seinen drei Krippen in den Verein Kibiz mit seinen sieben Krippen über.

Gemäss der Chinder­hüser-Präsi­dentin, Yvonne Wyss, wird der Vorstand ihres Vereins aufgelöst. «Bis auf zwei Mitarbeiterinnen können alle ihre bisherige Aufgabe weiterführen.» Den beiden betroffenen Frauen sei ein anderes Job-Angebot innerhalb des Vereins Kibiz vorgeschlagen worden, so Karen Umbach, Präsidentin von Kibiz.

Gesucht wurde der Zusammenschluss von Seiten der Zuger Chinder­hüser. Man habe an der jährlichen Strategiesitzung, Ende 2017, eine Auslegeordnung gemacht und sei dabei zum Schluss gekommen, dass es wohl am besten wäre, mit einer anderen Krippen-Organisation zusammenzuspannen, erklärt Wyss.

Zu gross und doch du klein

Definitiv ein Beschleuniger sei dabei die Umstellung des städtischen Subventionssystems auf Betreuungsgutscheine gewesen. «Wir finden Betreuungsgutscheine eigentlich eine gute Sache. Nur haben wir derzeit eine ungünstige Grösse, um weiter zu bestehen.» Wie Wyss weiter erklärt, sei man zu gross für eine schlanke Administration, aber auch zu klein, um kostengünstig zu sein – und damit wohl nur schlecht konkurrenzfähig, sobald der Subventionsmarkt für alle Krippen zugänglich wird und die Tarife ausschlaggebend werden können.

Die Zuger Chinder­hüser hatten zudem das Pech, dass mehrere geplante neue Standorte auf Grund versenkter Bebauungsplänen bachab gingen oder durch Einsprachen blockiert werden. Auch die Suche nach weiteren Räumlichkeiten für neue Standorte sei ergebnislos verlaufen. Alle sechs potenziellen Standorte habe man als ungeeignet betrachtet: «Entweder der Aussenraum fehlte, die Räumlichkeiten waren nicht geeignet oder sie waren nicht finanzierbar», so Wyss.

Zudem hätte man in diesem Frühling wegen einer Pensionierung eine neue Geschäftsführerin suchen müssen. Und es werde nicht leichter, für einen Verein mit vielen Angestellten Vorstandsmitglieder zu finden, welche die Arbeit und Verantwortung unentgeltlich auf sich nehmen.

All diese Punkte und noch einige mehr hätten den Vorstand der Zuger Chinder­hüser einstimmig zum Schluss kommen lassen, dass man eine neue Lösung suchen müsse. «Wir wollten unsere Betriebe absichern und uns nach einem Partner umschauen, solange wir noch finanziell und als Verein so gut aufgestellt sind», so Wyss.

Zwei Vereine mit ähnlichem Konzept

Dass dieser Partner Kibiz sein sollte, sei von Anfang an klar gewesen, sagt Wyss: «Wir haben schon früher zusammengearbeitet – beispielsweise beim Erstellen des ersten Qualitätsmanagements. Man kennt sich, und die Kulturen passen zueinander.» Das bestätigt auch die Präsidentin von Kibiz, Karen Umbach. «Ich denke, dass es bei den Chinder­hüser keine so grossen Unterschiede gibt. Unsere Konzepte sind ähnlich.»

Dass es trotzdem eine grosse Herausforderung sein wird, die Kulturen und Strukturen so umzuwandeln, dass die Chinder­hüser-Betriebe zu Kibiz-Krippen werden, ist sich Umbach bewusst. «Wir werden diesen Wandel von Externen begleiten lassen.» Erfahrung hat der Verein bereits durch die beiden Übernahmen der Chriesimatt in Baar und der Little Butterfly in Zug. «Dort ist uns die Zusammenführung gelungen. Deshalb bin ich guten Mutes, dass wir dies auch jetzt schaffen werden.»

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