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Leserbrief

Zwei Lesermeinungen zum Waffenrecht

Zur Abstimmung über die Verschärfung der Richtlinien am 19. Mai

Ich kann mich noch gut an das schöne Zitat von Gottfried Keller aus «Fähnlein der sieben Aufrechten» erinnern: «Keine Regierung und keine Bataillone vermögen Recht und Freiheit zu schützen, wo der Bürger nicht imstande ist, selber vor die Haustür zu stehen und nachzusehen, was es gibt.» Ein sehr schönes und treffendes Zitat, das anlässlich der aktuellen Volksabstimmung über die EU-Waffenrechtrichtlinie an hoher Aktualität gewonnen hat. Verschiedene Akteure, darunter auch ein Hünenberger alt Ständerat und notabene Offizier, wollen uns glauben machen, dass wir dieser Richtlinie zustimmen sollten. Es ändere sich ja nichts und sei daher kein Problem.

Als junger Offizier mit kritischer Haltung frage ich mich, warum sollte man etwas zustimmen, das scheinbar nichts ändert? Und warum werden halbe Weltuntergangsszenarien gezeichnet, wenn die Richtlinie nicht angenommen würde? All das mutet komisch an, es scheint, als würde eben doch nicht alles beim Alten bleiben, wie uns das viele Politiker glauben machen wollen. Genau das führt mich wieder zum eingangs erwähnten Zitat. Bei der EU-Waffenrechtrichtlinie werden unbescholtene und verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger entwaffnet. Kriminelle sind selbstredend davon nicht betroffen, sonst wären sie auch unbescholtene Bürger. Folglich hat die Richtlinie den Effekt, dass die Bürgerinnen und Bürger zunehmend entwaffnet werden, denn mit Annahme der Richtlinie können wir in Zukunft in diesem Bereich nicht mehr mitbestimmen und die EU kann, wie bei einem Rahmenabkommen, uns aufzwingen, was sie will. Gottfried Keller hat es schon früh erkannt, nehmen Sie sich seine Worte zu Herzen und stimmen Sie Nein zur EU-Waffenrechtrichtlinie.

Gregor R. Bruhin, Offizier und Vorstandsmitglied der Offiziersgesellschaft des Kantons Zug

Wir wollen frei sein, wie die Väter waren. Früher jagten wir die Vögte aus unserem Land, die das Volk mit Steuern und Gesetzen schikanierten, heute sind sie unter uns. Die EU-Vertreter nehmen heute das Wort (Wertegemeinschaft) in den Mund und wissen gar nicht, von was sie da überhaupt reden. Respekt, Toleranz, Einhaltung von Abmachungen und das Akzeptieren von souveränen Staaten mit ihren Verfassungen und Traditionen. Nehmen wir alle diese Länder, die Kolonien besassen und das ganze Elend auf unserer Welt anrichteten und heute Moralapostel spielen und Gesetze erlassen, gerade wie es ihnen passt, und allen Ländern, denen es wirtschaftlich nicht gut geht, den Spiegel vorhalten. Sie sollten vor der eigenen Türe den Mist wegkehren und einmal erkennen, warum diese Probleme entstanden sind.

Soziale Ungerechtigkeit, Profitdenken und Gettoisierung sind die Ursachen für Extremismus. Schauen wir nur über unsere Grenze nach Frankreich und Deutschland, was täglich sich auf den Strassen abspielt. Die EU will alle Länder gleichschalten und macht tonnenweise Gesetze, die unbrauchbar sind und nicht einmal das Papier wert sind, auf das sie geschrieben wurden, aber es werden Hunderte von Leuten zu übertriebenen Salären beschäftigt und jeder darf seinen Senf dazu geben. Wenn Juncker und co. für ihre Länder Waffen verbieten, sollen sie dies machen, aber nicht der Schweiz vorschreiben, wie ein Magazin unserer automatischen Armeewaffe aussehen muss. Denn ich habe in der Armee bei der Waffenübergabe auf unsere Fahne einen Eid auf unsere Eidgenossenschaft geschworen, dass ich mit der Waffe in der Hand sogar mein Leben geben werde. Also werde ich als Schweizer diese Freiheit verteidigen und mit Nein stimmen, und hoffe Sie machen das auch.

Manfred Pircher, Gemeinderat SVP, Zug

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