Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Zweikampf ums Zuger Stadtpräsidium: Auch André Wicki zieht sich zurück

Sowohl André Wicki wie auch Urs Raschle haben mitgeteilt, nicht in den zweiten Wahlgang zu gehen. Somit wird Vroni Straub gegen Karl Kobelt antreten.
Christopher Gilb
Nach Urs Raschle von der CVP nahm sich auch SVP-Stadtrat André Wicki aus dem Rennen ums Stadtpräsidium. Der neue Stadtrat, von links: André Wicki, Karl Kobelt, Vroni Straub, Eliane Birchmeier und Urs Raschle. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 7.Oktober 2018))

Nach Urs Raschle von der CVP nahm sich auch SVP-Stadtrat André Wicki aus dem Rennen ums Stadtpräsidium. Der neue Stadtrat, von links: André Wicki, Karl Kobelt, Vroni Straub, Eliane Birchmeier und Urs Raschle. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 7.Oktober 2018))

Da keiner der Kandidaten fürs Zuger Stadtpräsidium das absolute Mehr von 3884 Stimmen erreichte, kommt es am 2. Dezember zum zweiten Wahlgang. Beworben haben sich viele für die Nachfolge des langjährigen Stadtpräsidenten Dolfi Müller (SP), darunter alle Bisherigen plus SP-Kandidat Rupan Sivaganesan. Da Sivaganesan jedoch die Wahl in den Stadtrat verpasste, fällt er schon einmal automatisch aus dem Kandidatenfeld.

Von den wiedergewählten machte Finanzchef Karl Kobelt (FDP) mit 2405 Stimmen das beste Resultat, ihm folgt auf Platz zwei die Vorsteherin des Bildungsdepartements Vroni Straub von der CSP mit 1974 Stimmen. Danach erst kommt Stadtratsvizepräsident und Bauchef André Wicki (SVP) mit 1634 Stimmen und mit deutlichem Abstand auf den Drittplatzierten Wicki und noch hinter SP-Mann Sivaganesan folgt Urs Raschle von der CVP, Vorsteher des Departements Soziales, Umwelt, Sicherheit mit 853 Stimmen.

Geeint gegen die «Linkskandidatur»

Relativ klar war, dass Kobelt und Straub antreten. Nicht klar war aber, ob Raschle und vor allem Wicki auf einen zweiten Wahlgang verzichten. Vor allem für Wicki war das Ergebnis bitter, er hatte sich bereits zum zweiten Mal fürs Amt beworben und entsprechend einen sichtbar aufwendigen Wahlkampf betrieben. Er wollte sich am Sonntag dann auch nicht gleich festlegen, ob er auch im zweiten Wahlgang antreten wird. Er brauche erst Bedenkzeit, sagte er.

Wie viele Stadtratskandidaten weilt Wicki nach dem intensiven Wahlkampf gerade in den Ferien und hat sich nun entschieden: Er wird nicht antreten. Denn: «Eine Mehrfachkandidatur verschiedener bürgerlicher Kandidaten würde im Endeffekt der Linkskandidatur zum Durchbruch verhelfen», heisst es in der Mitteilung der SVP Stadt Zug. Entsprechend werde André Wicki im zweiten Wahlgang nicht antreten. Dies unter dem Aspekt, die bürgerlichen Stimmen auf einem Kandidaten zu konzentrieren. Der Vorstand der SVP Stadt Zug habe deshalb entschieden, Finanzchef Karl Kobelt als Stadtpräsidiumskandidaten zu empfehlen.

Bereits seinen Verzicht erklärt hat Urs Raschle. Er sagte unlängst gegenüber «Zentralplus»: «Das würde überhaupt nichts bringen, wenn ich für den zweiten Wahlgang im Dezember antreten würde. Vielleicht ist das Resultat der Präsidialwahl ein Zeichen, dass die Leute in mir halt keinen Stadtpräsidenten sehen», so Raschle.

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Es bleiben also die Linke Vroni Straub und der Freisinnige Karl Kobelt, der nun durch den Verzicht der anderen bürgerlichen Kandidaten gestärkt in die zweite Runde geht. Auf Nachfrage sagt er, dass er sich vom sehr guten Resultat bestätigt fühle und gerne für den zweiten Wahlgang antrete. Ähnlich klingt es bei Straub: «Ich trete mit Freude zum zweiten Wahlgang an. Mein gutes Resultat vom Sonntag motiviert mich weiter, um das Amt als erste Frau im Stadtpräsidium zu kämpfen.» Für diese zwei Stadtratsmitglieder heisst es also: Nach der Wahl ist vor der Wahl.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.