Zwei Varianten für die Südumfahrung

Bei der Südumfahrung Küssnacht ist die Planung des ersten Abschnitts vom Ebnet bis zur Räbmatt weit fortgeschritten. Für den zweiten Abschnitt von der Räbmatt bis zum Breitfeld sollen den Stimmberechtigten zwei Varianten vorgelegt werden.

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Visualisierung der vom Bezirksrat bevorzugten Basisvariante. (Bild: PD)

Visualisierung der vom Bezirksrat bevorzugten Basisvariante. (Bild: PD)

Ein übergeordnetes Verkehrssystem soll das Küssnachter Dorfzentrum nachhaltig vom Durchgangsverkehr entlasten. Der Südumfahrung kommt in diesem Verkehrssystem eine zentrale Bedeutung zu. Diese rund 2,6 Kilometer lange Umfahrungsstrasse vom Ebnet bis zum Breitfeld wird gemeinsam vom Kanton und vom Bezirk in zwei Abschnitten geplant und realisiert.

Die Planungsarbeiten für den ersten Abschnitt, der auch die Verbindung Zuger-/Artherstrasse umfasst, konnten bisher sehr speditiv und reibungslos vorangetrieben werden, heisst es in einer Mitteilung desBezirks vom Donnerstag. Alle dagegen erhobenen Einsprachen seien einvernehmlich gelöst worden, sodass die beiden kantonalen Nutzungspläne im Oktober 2011 in Kraft gesetzt werden konnten. Damit ist der Weg frei für die öffentliche Auflage der Bauprojekte im nächsten Jahr.

Der Nutzungsplan für den zweiten Abschnitt, der von der Räbmatt bis ins Breitfeld führt, wurde im Sommer 2011 öffentlich aufgelegt. Dagegen wurden neun Einsprachen eingereicht. Zurzeit sind die Behördenvertreter daran, diese Einsprachen zu behandeln und nach Möglichkeit ebenfalls einvernehmliche Lösungen zu finden.

Offen oder überdeckt

Zu Diskussionen Anlass gibt die Linienführung im Bereich Stadelmatt. Die von Kanton und Bezirk geplante Basisvariante mit einem 600 Meter langen Tunnel Pfaffenhaut zwischen der Räbmatt und der Chlösterlistrasse sieht in der Stadelmatt eine offene Linienführung vor. Landeigentümer und Anwohner im Abschnitt 2 fordern dagegen eine Tieferlegung der Strasse sowie zusätzliche Überdeckungen im Bereich Stadelmatt-Breitfeld. Die Planer haben deshalb die Kosten für zwei zusätzliche Varianten mit unterschiedlich grosser Überdeckung berechnet. Eine weitgehende Überdeckung hätte nach Angaben des Bezirks Mehrkosten von rund 45 Millionen Franken zur Folge, die der Bezirk alleine tragen müsste. Eine von den Planern ebenfalls geprüfte Variante mit einer Tieferlegung in der Stadelmatt, der Verlängerung des Tunnels Pfaffenhaut um 30 Meter sowie einem Tagbautunnel von rund 100 Metern Länge im Breitfeld hätte immer noch Mehrkosten von rund 15 Millionen Franken zur Folge.

Volk entscheidet

Der Bezirksrat Küssnacht habe sich in Übereinstimmung mit dem Kanton für die Realisierung der Basisvariante ausgesprochen, heisst es in der Mitteilung weiter. Den hohen zusätzlichen Kosten für weitergehende Überdeckungen stehe nach Auffassung des Bezirksrats kein nennenswerter Nutzen gegenüber. Die Stimmberechtigten des Bezirks Küssnacht werden aber trotzdem über die Variante mit einer geringen zusätzlichen Überdeckung abstimmen können. Fritz Stocker hat als Privatperson eine Einzelinitiative mit dieser Zielsetzung eingereicht, die vom Bezirksrat als gültig erklärt wurde.

HINWEIS
Am Offenen Sonntag vom 27. November werden von 10 bis 17 Uhr in der Schalterhalle der Schwyzer Kantonalbank in Küssnacht umfassende Informationen zur Südumfahrung angeboten.